Leserbrief

Lachendes Liechtenstein

Nikolaus Frick,Rüfestrasse 5, Vaduz | 21. Januar 2017

Sie lachen landauf und landab von den Wahlplakaten. Der Landtagspräsident und der Regierungschef. Dafür haben sie gute Gründe. Denn sie gehören mit über einer halben Million Franken, welche aus Steuergeldern finanziert werden mussten, persönlich zu den grössten Profiteuren der 300-Millionen-Franken-Sanierung der Beamtakassa. Denn so viel kostete uns das jahrelang verschleppte Debakel mit der miserabel bewirtschafteten Günstlings-Pensionskasse insgesamt.
Über 4000 Personen sind in der staatlichen Pensionskasse versichert. Dennoch schafften es die Fürsprecher, der Landtagspräsident und der Regierungschef nur um Haaresbreite, die Abstimmung zu gewinnen. 57 Stimmen betrug der Vorsprung der Profiteure des 300-Millionen-Geschenkes. Um sich die nötigen Jastimmen zu sichern, zwangen sie im Vorfeld der Abstimmung staatsnahe Unternehmen dazu, in der maroden Kasse zu bleiben.
Die jetzigen Pensionskassenhüter zeigen sich weiterhin grosszügig mit den ihren. Die Kasse hat zwar 100 Millionen Franken Darlehensschulden bei uns Steuerzahlern. Und die Kasse steckt nach wie vor tief in den roten Zahlen. Deckungsgrad: 93 Prozent. Dennoch verzinst sie den Versicherten das Kapital grosszügig mit einem Prozent. So frivol kann man nur mit dem Geld anderer Leute umgehen!
Auch wenn es ruhiger um sie geworden ist, bleibt diese Pensionskasse ein Skandal. Gut, sind jetzt Wahlen.

Nikolaus Frick,
Rüfestrasse 5, Vaduz

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