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Leserbrief

«Reine Spekulation»

Gruppe «Gegenwind»:Helmuth BüchelNorbert BürzleAnton EberleRoland MarxerWilfried Wolfinger | 22. Dezember 2016

Zum Leserbrief von Silvio Wille in den Landeszeitungen vom 9. Dezember 2016, Teil 2:
Im ersten Teil unserer Stellungnahme waren wir insbesondere auf Fragen der Brandgefahr und der Gesundheitsgefährdung eingegangen.
Silvio Wille schrieb in seinem Leserbrief vom 9. Dezember 2016 weiter, dass sich alle Einwohner und Einwohnerinnen der Gemeinde Balzers mittels Anteilsscheinen direkt am Windpark beteiligen können. Durch den Standort an der Schweizer Grenze profitiere das Projekt und profitierten damit alle Beteiligten von einer Investitionssicherung durch bestehende Schweizer Fördersysteme. Ausserdem fliesse der auf And produzierte Strom ins Balzner Stromnetz und es könne damit der Bedarf der Balzner Haushalte mit eigenem Strom abgedeckt werden. Hierzu stellen sich vorerst einmal grundsätzliche Fragen:
Der Gruppe «Gegenwind» ist bekannt, dass das Projekt auf And, das auf Schweizer Territorium realisiert werden soll, bei der schweizerischen Stelle, welche für die Kostendeckende Einspeisungsvergütung (KEV) zuständig ist, registriert wurde. Das bedeutet in keiner Weise, dass automatisch davon ausgegangen werden kann, dass das Projekt schliesslich auch die KEV erhalten würde. Der Schweizerische Bundesrat hat in einer Mitteilung vom 29. Juni 2016 darauf hingewiesen, dass jene, die sich für eine KEV anmelden, nicht mit dem aktuell geltenden Kostendeckel von 1,5 Rp pro Kilowattstunde in das Fördersystem aufgenommen werden. Von den Projekten, die bereits auf der Warteliste seien, könnten im besten Fall nur noch wenige ins Fördersystem aufgenommen werden. Angesichts dieser Ausgangslage ist es völlig ungewiss, ob das Projekt auf And überhaupt in den Genuss einer Einspeisevergütung kommen kann. Die von Herrn Wille gemachte Aussage «Durch den Standort an der Schweizer Grenze profitiert das Projekt und somit alle Beteiligten von einer Investitionssicherung durch schweizerische Fördersysteme» beruht daher auf einer reinen Spekulation.
Andererseits gibt es in Liechtenstein keine rechtlichen Grundlagen, die eine Förderung von Strom über Windenergie weder im Inland noch im Ausland erlauben würde. Damit stellt sich die Frage, auf welcher Basis die Projektanten zu einer Kostenrechnung gelangen, gemäss welcher sich das Projekt überhaupt finanziell lohnen könnte. Diese Frage werden sich sicher auch potenzielle Bezüger von Anteilsscheinen stellen.

Auf unserer Internetseite www.gegenwind.li finden Leser/-innen weitere Informationen aus unserer Sicht zum Windpark And. Personen, welche nicht über ein Internet verfügen, können unter der Telefonnummer +41 79 436 48 47 schriftliche Unterlagen bestellen.

Gruppe «Gegenwind»:
Helmuth Büchel
Norbert Bürzle
Anton Eberle
Roland Marxer
Wilfried Wolfinger

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