Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Wohl nicht alle Fakten berücksichtigt

Carmen Sprenger-Lampert,Landstrasse 333, Triesen | 22. Dezember 2016

Kommentar zum Leserbrief von Ruth Schöb vom 19. Dezember 2016: Darin steht u.a. geschrieben: «Es ist bedenklich und ein Armutszeichen für das Land, wenn diese ursprüngliche Wertschätzung für den Berufsstand Arzt öffentlich eingefordert werden muss.»
Ja, diese Worte mögen wahr sein, aber da ist ein wesentliches Fakt offensichtlich nicht berücksichtigt worden. Nämlich dasjenige, dass die Ärztekammerpräsidentin während ihres laufenden Gerichtsverfahrens das Amt nicht niedergelegt hat. Von einer Person mit «jahrzehntelangem Studium, emotionaler Intelligenz usw.» könnte man sich erwarten, dass dies ad interim erfolgt wäre, bis zum Zeitpunkt des Vorliegens eines endgültigen Urteiles. Der Grundsatz, in einer solchen Situation in den Ausstand zu treten, sollte in einer zivilisierten Gesellschaft für Arm und Reich, Gebildete und Ungebildete – schlichtweg für alle gelten.
Moralisch gesehen bringt diese Tatsache einen üblen Beigeschmack mit sich – nämlich derjenige der Befangenheit bzw. des Interessenskonfliktes. Nachdem einige Berufskollegen und -kolleginnen der Präsidentin bei der Pressekonferenz solidarisch den Rücken stärkten, läuft man Gefahr, dass sich die von Frau Schöb umschriebene Werteverschiebung verstärkt bzw. diese begründet existiert.
Eigentlich hätte alles Leben auf dieser Erde Respekt verdient – ohne Einschränkung auf Beruf, Funktion usw. Zum Schluss verweise ich auf das biblische Zitat «Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein». Allseits eine besinnliche Weihnachtszeit!

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung