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Leserbrief

Von Prämiensenkung und Rosstäuschung

| 21. Dezember 2016

Gesundheitswesen

Nachdem uns Prämienzahlern nun seit einiger Zeit die neuen Prämienausweise ins Haus geflattert sind, reibt sich so mancher von uns verblüfft die Augen. Von der vom Gesundheitsminister mit grossem Getöse angekündigten Prämiensenkung bleibt nach Abzug der Prämiensteigerung bei den Zusatzversicherungen wenig übrig. Und dieses Wenige haben wir durch unsere zu viel bezahlten Prämien, wie von der Gruppe fL21 vorausgesagt, erst noch vorfinanziert. Wie sonst lässt sich erklären, dass die Krankenkassenreserven im 2015 nochmals von 53,4 Millionen auf 54,9 Millionen Franken, also um rund 1,5 Millionen Franken gestiegen, die Kosten (pro Versicherten) in der OKP (obligatorische Krankenversicherung) gemäss Krankenkassenstatistik aber gesunken sind (wenn auch die absoluten Kosten leicht gestiegen sind, wird dieser Anstieg durch die grös­sere Zahl an Versicherten und damit höheren Prämieneinnahmen abgedeckt).
Stattdessen wird der LKV (Liechtensteiner Kassenverband) wohl einen guten Teil dieser Reservezunahmen für die Abdeckung sämtlicher Gerichts- und Anwaltskosten im WZW (Wirtschaftlichkeit – Zweckmässigkeit – Wirksamkeit)-Verfahren gegen die Ärztekammerpräsidentin aufwenden müssen, bisher immerhin geschätzt mehrere 100 000 Franken, mit Aussicht auf mehr, wenn der LKV dieses Verfahren tatsächlich weiterziehen will. Da dem LKV bei diesem WZW-Verfahren als Entscheidungsgrundlage offenbar ein bloses Überschreiten eines Durchschnittswertes genügt, um einen Arzt bereits der Überarztung überführt zu sehen, sei ihm ans Herz gelegt, bei Berechnung von Durchschnittswerten von Umsätzen von Ärzten nach Möglichkeit keine Ärzte in die Vergleichsgruppe mit einzubeziehen, deren Umsatz bei 0 Franken liegt (weil nicht mehr tätig), ansonsten man sehr schnell mit dem Umsatz weit über dem Durchschnitt landen kann.
Wir pflichten Hansjörg und Leni Marxer bei: Es reicht!
Adolf Heeb, Vaduz, Christl Gstöhl, Eschen, Max Manhart, Vaduz, Dr. Karl Jehle, Triesen, Walter Bruno Wohlwend, Schaan

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