Leserbrief

Christkind?

Walter Meier, Kreuzbühel 31, Mauren | 20. Dezember 2016

Das Christkind wurde im Zusammenhang der Differenzen rund um die explodierenden Gesundheitskosten im wahrsten Sinne des Wortes überstrapaziert. Die Krankenkassenbeiträge sind enorm hoch, aus heutiger Sicht das Ende der Fahnenstange bei weitem noch nicht erreicht, dies, obwohl die Prämienbelastung für nicht wenige unter uns die Schmerzgrenze erreicht oder bereits überschritten hat. Bei genauer Betrachtung gibt es lediglich vier Parteien, welche Einfluss auf die Kosten haben: Die Leistungsnehmer – sprich Patienten; die Leistungserbringer – sprich Ärzte; die Inkassostellen – sprich Krankenkassen; der Regulator – sprich Politik (Regierung).
Wo liegen die Ursachen der Kostenexplosion? Ist der administrative Apparat der Krankenkassen zu teuer oder ist die Politik schuld, weil sie nicht wie in der Vergangenheit jährliche Kostensteigerungen ganz einfach und unkompliziert – ja fast stillschweigend durch Einlagen aus Steuereinnahmen ausgeglichen hat? Viele unter uns sind sich einig, dass wir letzteres nicht mehr wollen.
Ohne die Krankenkassen und die Politik aus der Verantwortung zu nehmen, dürfte es unbestritten sein, dass für die horrenden Kosten nur noch die Leistungsnehmer und Leistungserbringer in Frage kommen. Auf Grund dieser Überlegungen müssen in erster Linie Patienten und Ärzte über die Bücher. Dies passiert weder selbstständig noch freiwillig. Also muss der Regulator, sprich die Regierung eingreifen – sind wir nicht just jetzt an diesem Punkt angelangt?
Übrigens: Es wurden schon des öfteren Gesundheitsminister abgewählt, meines Wissens dadurch aber noch nie die Gesundheitskosten reduziert. Ich wünsche mir Parteien, welche die Verantwortung wahrnehmen und nicht billige Parteipolitik betreiben, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Walter Meier,
Kreuzbühel 31, Mauren

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