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Leserbrief

Stellungnahme zu Leserbrief, Teil 1

Gruppe «Gegenwind»:Helmuth BüchelNorbert BürzleAnton EberleRoland MarxerWilfried Wolfinger | 20. Dezember 2016

Die Gruppe «Gegenwind» sieht sich zum Leserbrief von Silvio Wille, Präsident der Bürgergenossenschaft Balzers, in den Landeszeitungen vom 9. Dezember zu folgender Stellungnahme veranlasst:
1.Silvio Wille gibt zu, dass die Bewertung der sichtbaren Auswirkungen in Bezug auf den Windpark And subjektiv ist. Er nimmt aber nicht Stellung dazu, dass die projektierten zwei Windräder zweifellos einen massiven Eingriff in das Landschafts- und Ortsbild der Gemeinde Balzers darstellen werden.
2.Der Gruppe «Gegenwind» geht es entgegen der Behauptung von Silvio Wille nicht darum, in der Bevölkerung Angst zu schüren. Die Gruppe ist um objektive Argumente bemüht, wie dies auf ihrer Homepage und in ihren Leserbriefen usw. zum Ausdruck kommt.
3.Silvio Wille behauptet, dass Windkraft und Windanlagen «erwiesenermassen keinen Einfluss auf die Gesundheit» hätten. Recherchen zu dieser Frage zeigen, dass die Realität dieser Aussage widerspricht. In Deutschland und insbesondere in Dänemark sind zahlreiche Anlagen stillgelegt, weil seitens der betroffenen Bevölkerung und aufgrund wissenschaftlicher Studien negative gesundheitliche Auswirkungen entweder eindeutig festgestellt wurden oder doch ausreichend Hinweise dafür vorhanden sind, dass vor allem durch den Infraschall, welcher von den Windrädern ausgeht, gesundheitliche Risiken und Gefährdungen bestehen. Es ist nicht gerechtfertigt, mit dem Argument, es seien keine negativen Auswirkungen bewiesen, den Bau der Windräder zu genehmigen. Aus­serdem handelt es sich beim eigentlichen (hörbaren) Lärm um ein anderes Thema als beim (nicht hörbaren Lärm) von Infraschall. Diese beiden Lärmarten sollten daher im Hinblick auf die Gesundheitsgefährdung nicht in einen Topf geworfen werden.
4.Moderne, getriebelose Windanlagen seien nach Aussage von Silvio Wille «erwiesenermassen» nicht brandgefährlich. Moderne und getriebelose Windanlagen sind zwar mit einem automatischen Löschsystem versehen. Warum braucht es dann ein solches Löschsystem, wenn schon keine Brandgefahr bestehen soll? Zudem ist dieses Löschsystem in der Praxis noch viel zu wenig erprobt. Wir sollten uns in Balzers als buchstäblich gebrannte Kinder (Waldbrand aufgrund von militärischem Schies­sen im Dezember 1985 mit verheerenden Auswirkungen) davor hüten, hier ein Risiko einzugehen. Anlässlich der Diskussionsveranstaltung, vom 5. Dezember 2016, im Bildungshaus Gutenberg, hat der Feuerwehrkommandant von Fläsch, Herr Rainer Schmid, klar und unmissverständlich erklärt, er als Feuerwehrmann könne keine Garantie abgeben, dass es bei einem Kabinenbrand im Windrad trotz eingebautem Löschsystem nicht zu einem Funkenflug und somit zu einer Brandkatastrophe kommen könne.
Teil 2 unserer Stellungnahme folgt.

Auf unserer Internetseite www.gegenwind.li finden Leser/innen weitere Informationen aus unserer Sicht zum Windpark And. Personen, welche nicht über ein Internet verfügen, können unter der Telefonnummer +41 79 436 48 47 schriftliche Unterlagen bestellen.

Gruppe «Gegenwind»:
Helmuth Büchel
Norbert Bürzle
Anton Eberle
Roland Marxer
Wilfried Wolfinger

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