Leserbrief

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Krankenkasse zu kontaktieren

Werner Schädler,Sückastrasse 41, Triesenberg | 16. Dezember 2016

Liebe Mitglieder der Ärztekammer, liebe Mitglieder des Krankenkassenverbandes, werte Regierungsmitglieder. Seit Jahren wird an der Krankenversicherung herumgebastelt. Eingeführte Systeme wie das Hausarztsystem werden sofort wieder aufgehoben, es wird geflickt und gestritten und verschlimmbessert. Als Resultat dürfen wir immer mehr Prämie bezahlen. Die Gesundheitskosten in unserem Zwergstaat sind weit höher als in der Schweiz. Der Selbstbehalt steigt. Chronisch Kranke und Schlechtverdienende, auch wenn der Regierungschef partout keinen Sozialabbau erkennen will, sind die Opfer. Und nun gipfelt das Ganze in einem Rundschreiben der Ärztekammer, in dem uns mitgeteilt wird, dass anfallende Behandlungskosten direkt dem Patienten in Rechnung gestellt werden.
Entschuldigen Sie den Ausdruck, aber ich habe «die Schnauze voll». Ich werde von keinem Arzt eine Rechnung entgegennehmen und werde die Krankenkasse nicht kontaktieren. Ich bezahle meine Krankenkassenbeiträge und erwarte, dass sich die Verantwortlichen gefälligst einigen, wie sie unsere Beitragsmillionen verteilen. Ich finde es traurig, dass nun die Krankenversicherten als Spielball dieser Verantwortlichen benutzt werden. Den von der Ärztekammer gewählten Weg nenne ich Erpressung. Armes reiches Liechtenstein.

Werner Schädler,
Sückastrasse 41, Triesenberg

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