Leserbrief

Ärgerliches

Angelika NiggDuxgass 45, Vaduz | 9. Dezember 2016

Parkverbot

Ich bin in Vaduz geboren, aufgewachsen und habe bis zu meinem Dreis-sigsten dort gelebt und mich immer verbunden gefühlt. Leider ist es jetzt so, dass ich mein Elternhaus nicht mehr besuchen kann, ohne eine Bus-se zu riskieren. Das Haus wurde in den fünfziger Jahren ohne Parkplätze gebaut und immer konnten wir ohne Probleme vor dem Haus parkieren. Das hat niemanden gestört und auch keine Unfälle provoziert. Seit etwa 2 Jahren aber ist das ganze Quartier mit einem Parkverbot belegt und in näherer Umgebung sind keine Ausweich-möglichkeiten gegeben. Am Sonntagabend war es wieder so weit, unser Sohn und wir bekamen eine Busse von je 100 Franken. In einem ruhigen Quartier mit Dreissigerbeschränkung in der Nähe einer Kreuzung ist es für andere (seltene) Autofahrer zu gefährlich, um parkierte Autos herumzufahren. Die Gemeinde hat zwar in besagte Kreuzung 4 Bäume gesetzt, die auch umzirkelt werden müssen, aber das steht auf einem anderen Blatt. Meiner Intervention bei der Gemeinde wurde zwar mit einem gewissen Verständnis begegnet aber Parkverbot ist Parkverbot. Das habe ich wohl kapiert, frage mich aber dennoch, ob man nicht dieses unnötige Parkverbot überdenken könnte oder, falls dies nicht möglich ist, das Bus-senregime. Ist es wirklich nötig, einen privaten Sicherheitsdienst am Wochenende zu beauftragen, in ruhigen Quartierstrassen Bussen an Bürger auszuteilen, die arglos Verwandte besuchen. Oder ist es wirklich nötig, einen über Jahrzehnte gewachsenen Garten zuzupflastern?

Angelika Nigg
Duxgass 45, Vaduz

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