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Leserbrief

Einigeln gefährdet unseren Wohlstand

Ecki Hermann und Thomas Lageder,Regierungskandidaten der Freien Liste | 3. Dezember 2016

Wahlen 2017

Die zunehmende Globalisierung hat politischen Gegenwind erhalten, vom Brexit bis zum Aufstieg Donald Trumps. Wo führt das hin? Menschen sind auch bei uns zunehmend verunsichert. Wirtschaftskrisen, Umstrukturierung von Betrieben mit Auslagerung ins Ausland, Terrorismus etc. führen zu Ängsten: Angst vor Jobverlust, Angst vor sozialem Abstieg. In Zeiten der Unsicherheit werden durch rechtspopulistische Politiker neue Grenzen hochgezogen, wortgewandt kurzsichtige, vermeintliche Lösungen angeboten. Bei uns wird zunehmend der EWR-Vertrag zur Diskussion gestellt, Liechtenstein soll sich abgrenzen und einigeln, Grenzgänger sollen weniger AHV bekommen und nicht von Kita-Plätzen profitieren, ein Rückzug auf unsere 160 Quadratkilometer wird propagiert. Im Umweltbereich wird der Klimawandel sogar im Parlament in Zweifel gezogen.
Wenn sich viele Staaten aber immer protektionistischer verhalten und sich abschotten, wird auch unser Land in Mitleidenschaft gezogen werden. Liechtenstein – als Exportland – ist wirtschaftlich sehr stark vom Ausland abhängig. Unser Land verfügt über zu wenige Arbeitskräfte, über keine Rohstoffe, aber es produziert mehr Güter und Dienstleistungen, als wir selbst verbrauchen können. Im Jahre 2013 exportierte Liechtenstein Waren im Wert von 3,362 Milliarden Franken und importierte Waren im Wert von 1,884 Milliarden Franken. Haupthandelspartner sind die Schweiz, der EWR und EU-Raum, die USA und Asien. Wirtschaftliche Abschottung wird die Zukunftschancen unseres Landes gefährden.
«Unser-Land-zuerst-Politik» heisst für die Freie Liste nicht Ab- und Ausgrenzung, sondern vermehrt die Ängste und Sorgen der Menschen aufzunehmen und abzufangen, von denen der Populismus sonst profitiert. Sie setzt sich gegen Lohnkürzungen im Tieflohnbereich durch unfaire Euro-Löhne in Liechtenstein ein. Sie macht sich für Jobsicherheit für unsere älteren Arbeitnehmer stark, für unsere Frauen, denen der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Kinderpause erschwert wird, sie setzt sich für den Erhalt von sozialen Strukturen ein, die die Vorfahren aufgebaut haben. Sie macht weiter Widerstand gegen den schleichenden Sozialabbau bei der AHV, der Kranken- und Pensionsversicherung. Sie setzt sich für die Erhaltung einer intakten Natur, gefährdet durch einseitige Globalisierung, ein. Das Auseinanderdriften von Arm und Reich, das sozialen Sprengstoff birgt, muss auf der politischen Agenda bleiben. Die Freie Liste steht für klare Werte, die durch sachliche Argumente getragen werden.
Es langet för alli, Ab- und Ausgrenzung führt ins Abseits.

Ecki Hermann und Thomas Lageder,
Regierungskandidaten der Freien Liste

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