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Leserbrief

Es läuft, wie es laufen muss!

Leo Suter,St. Wolfgangstrasse 15B, Triesen | 2. Dezember 2016

Islamischer Friedhof

Die Bürgergenossenschaft Vaduz hat am vergangenen Montag abgelehnt, den Gemeinden Liechtensteins Land für einen islamischen Friedhof zur Verfügung zu stellen. Dieser Entscheid erstaunt eigentlich überhaupt nicht. Ich stelle zwei Gründe dar.
Der erste Grund ist die Zeit: Niemand kann erwarten, dass eine solch komplexe Frage innerhalb von zwei Stunden reiflich ausdiskutiert und entschieden werden kann. Wenn man bedenkt, wie lange solche Prozesse in den umliegenden Ländern gedauert haben – und immer noch andauern –, wäre es nichts weniger als ein Wunder, wenn bei uns diese Frage an einem Abend hätte entschieden werden können. Die Stellungnahme zur Frage eines islamischen Friedhofs ist jetzt nämlich nach Jahren von Beratungen unter Experten beim Stimmvolk gelandet – und das darf in unserer direkten Demokratie mitreden. Dass die Entscheidung zu komplexen Fragen nicht immer den Vorschlägen der Experten folgt, hat sich vielerorts immer wieder gezeigt. Aber es ist sehr positiv, dass die aktiv Interessierten sich jetzt endlich zu diesem Thema äussern dürfen.
Zum Zweiten bin ich der Ansicht, dass zu dieser Frage eigentlich nicht nur die Bürgergenossenschaft Vaduz etwas zu sagen hätte, sondern die gesamte liechtensteinische Gesellschaft. Zu erwarten, dass nur ein kleiner Teil Liechtensteins Stellung nehmen darf zu dieser gesellschaftlich höchst relevanten Frage, ist vermessen.
So gesehen läuft dieser Prozess ganz normal: Es wird diskutiert – und das dauert halt seine Zeit.


Leo Suter,
St. Wolfgangstrasse 15B, Triesen

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