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Leserbrief

«Wie viel Kliniken und Ärzte braucht unser Land?»

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 24. November 2016

Gesundheitsstandort

Neue Krebsklinik in Schaan geplant, las ich in den Medien. Noch eine Klinik?
Liechtenstein ist ein lukrativer Standort für Ärzte und Kliniken. a) Aus steuerlichen Gründen – niedrige Steuern, Dividenden (bei AGs) müssen nicht versteuert werden und auch die Sozialabgaben fallen weg. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Sozialversicherungen weniger Geld einnehmen und die Krankenkassenprämien wieder steigen. b) Viele Versicherte haben eine Privat- und Halbprivatversicherung, ideal für Ärzte und Kliniken, weil sie höhere Rechnungen stellen dürfen. c) Die Staatsbeiträge, die alle Steuerzahler solidarisch mitfinanzieren müssen. d) Genau so verhält es sich mit den Prämienerhöhungen, die müssen ebenfalls durch die Allgemeinheit solidarisch mitfinanziert werden. e) Die Gesundheitskosten werden steigen, die Reserven der Krankenkassen werden schrumpfen usw, usf.
Mehr Kliniken, mehr Ärzte bedeutet noch lange nicht, dass wir weniger Kranke haben werden, im Gegenteil. Kliniken und Ärzte brauchen Patienten, um Gewinne zu erzielen. Für mich bedeutet es, dass wir keinen Gesundheitsstandort, sondern ein Krankheitsstandort haben werden.
Wie viel Kliniken und Ärzte braucht unser Land? Sind wir denn so krank, dass wir ohne die vielen Ärzte und Kliniken nicht überleben können?
Ich muss immer wieder an den folgenden Spruch denken: «Gesund ist, der nicht, oder noch nicht gründlich untersucht wurde.»

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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