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Leserbrief

Lebenslehre

Elmar BürzleHeraweg 29, Balzers | 22. November 2016

«Herzenssprache»

Der Leserbrief vom 17. November 2016 in beiden Landeszeitungen – «Vier Kardinäle wenden sich gegen Papst Franziskus» – erinnert mich an den Schulunterricht, wie die Hohen Priester damals Jesus fallen liessen.
«Amoris Laetitia» («Die Freude der Liebe»), das synodale Schreiben, scheint bei den vier Kardinälen und dem Verfasser des Leserbriefes vom 17. November auf Ablehnung zu stos-sen. Die Häresie (Widerspruch zu einer vorherrschenden Auffassung) ist bei vielen Religionen erkennbar und gab es auch schon vor meiner Zeit. Ich erlebte sie in meiner Jugend persönlich, als der berufene Priester in der Schülermesse die Hostie in seinen Händen hielt und kurze Zeit später im Religionsunterricht aus seiner Tragmappe den Katechismus sowie den Schlagstock nahm. Auf die Wandtafel wurde je nach Lehrstoff eine angsteinflössende Teufelsgestalt gezeichnet. Konnten wir die gelernten Katechismusmerksätze nicht wortgetreu vorsagen, so liess der Priester ab und zu auf Schülers Händen den Schlagstock «tanzen».
Wir in Liechtenstein mit unserer Kleinheit könnten eine Vorreiterrolle übernehmen, indem wir vermehrt mit der Herzenssprache kommunizieren. Dadurch würde es uns in der Gemeinschaft leichter fallen, zu erkennen, woher wir kommen und wohin wir gehen, was wahrhaftig entscheidend ist und was nicht.

Elmar Bürzle
Heraweg 29, Balzers

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