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Leserbrief

Lasst den Rhein in Ruhe

Markus Sprenger,Rheinau 16, Triesen | 2. November 2016

Neue Brücke

Nun hat sie sich zu erkennen gegeben, die Einfältige, nein, entschuldigen Sie bitte, die dreifältige Brücke über den Rhein.
Am falschen Ort, zu teuer und zu hart, crudo eben. Muss man dazu auch noch zwei Pfeiler in den Rhein stellen? Ästhetik und Einfachheit um jeden Preis? Nicht unbedingt, für etwa 1,2 Millionen Franken wäre eine einfache und schöne Hängebrücke in der Schweiz zu haben gewesen – mit einer doppelt so gros-sen Distanz (Kabelbrücke in Goms VS, Spannweite von 280 Meter, KV 2015).
Ein anderes Beispiel wäre eine 200 Meter lange freischwingende Hängebrücke, welche ganze Dörfer verbindet für Schulkinder, Bauern und Maultiere. Solch eine filigrane und sehr ästhetische Verbindung kostete in den letzten Jahren in Nepal nicht mehr als 100 000 Franken. Die Schweizer Organisation Helvetas hat etliche davon zusammen mit betroffenen Gemeinden gebaut und hat dadurch auch Arbeit geschaffen in ärmsten Regionen.
Rechnet man beide Beispiele auf hiesige Verhältnissen hoch, wären 2 Millionen mehr als gut genug für eine Fuss-/Fahrrad-Verbindung an einem wichtigeren Ort. Mit dem übrigen Geld könnte man Menschen und Schulkinder in mehr als 50 Dörfern in Nepal das Leben erleichtern – in einem durch das 2015er-Erdbeben schwer getroffenen Land.

Markus Sprenger,
Rheinau 16, Triesen

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