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Leserbrief

Welche Wut in meinem Ranzen?

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 14. Oktober 2016

Im «Volksblatt» von heute (Donnerstag, Anm.) müht sich Chefredakteurin Doris Quaderer mir, Jo Schädler, eines auszuwischen und schlägt vor, ich solle für den Landtag kandidieren. Nun, auch wenn ich das tue, ändert dies nichts an der Tatsache, dass das «Volksblatt» in diesem Jahr angefangen hat, Leserbriefe selbstherrlich und kommentarlos zu vernichten. Und das nicht nur bei mir, sondern auch bei andern.
Eine Zeitung ist nicht verpflichtet, jeden Leserbrief abzudrucken und das verlangt auch niemand. Nur in unserem kleinen Lande, mit einer überschaubaren Anzahl von Leserbriefeinsendungen, dürfte man zumindest so viel Anstand verlangen, dass eine Ablehnung auch begründet wird. Mir hat das «Volksblatt» «mehrere» Briefe nicht gedruckt und auf meine Nachfrage bekam ich jeweils «keine» Antwort. Bei einem Treffen mit Frau Quaderer hielt sie mir die Empfehlungen des Schweizerischen Presserates unter die Nase und erklärte, dass ich ja keine Ahnung hätte, wie es auf einer Redaktion zu- und hergeht und wie überlastet man dort wäre. Ich hatte den Eindruck, da sitzt die Chefredakteurin von der «FAZ» vor mir.
Jetzt erklärt Frau Doris Quaderer, sie hätte einen Leserbrief von mir abgelehnt, in welchem ich lediglich der Frage nachging, was wohl wäre, wenn der Fürst einen anderen Namen, zum Beispiel Spinnenhirn, gehabt hätte. Gut, Frau Quaderer bastelt nun Wichser daraus und behauptet, ich hätte geschrieben, dann würde das Land Liechtenstein nun «Wichsenstein» heissen. Aber das sei ihr verziehen. Sie muss sich ja irgendwie wehren.
Ad Absurdum führt sich Frau Quaderer nun wunderbar selbst. Sie hätte meinen Leserbrief zensieren müssen, weil ich in meiner Namensgeschichte geschrieben habe, dass der Name Hasler von den Haselstauden käme und dass die Eichhörnchen die Nüsse davon für den Winter vergraben und einige davon im Frühjahr keimen und neue Haselstauden wachsen daraus. Ich hätte auch geschrieben, dass wenn es immer mehr Haselstauden gibt, es auch mehr Hasler gibt und wenn nun viele Autos viele Eichhörnchen platt fahren, das «Problem» wieder vermindert wird. In meinem Leserbrief mit dem Titel der «Herr Zeisig» liess ich den Kalfaktor vom Krematorium mit einem Stecken der Haselstaude die Überreste durchwühlen. Natürlich abgelehnt.
Nun habe ich begriffen, dass solche Geschichten für das «Volksblatt»-Niveau zu niedrig sind und man dort nur hochintellektuelle Beiträge sehen will. So wie die ihrer eigenen Redaktoren zum Beispiel.
Die Leserbriefe sind nachzulesen in Facebook Jo Schädler.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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