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Leserbrief

Krebsgeschwür der Gesellschaft

Dominic Hasler,Finkenrain 7, Zürich | 26. Juli 2017

Über Sexualität

Schon die alten Römer und Griechen sahen es als Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens an, Sex unter Gleichgeschlechtlichen zu praktizieren. Was einmal mehr belegt, dass Homosexualität ein Teil unserer heutigen und damaligen Epoche und Zeit ist. Hier ist anzumerken, dass unser gesellschaftliches Miteinander, sowie auch weitere staatsrechtliche Gegebenheiten, auf unsere Vorfahren und zu den Wurzeln dieser zweier Völker zurückzuführen sind. Ein Zitat aus theologischer Sicht ist heutzutage etwas rückständig und sollte mehr von wissenschaftlichen Belegen begleitet werden. Die Evolution lehrt uns, dass der Mensch nicht aus dem Nichts entstanden ist oder von einer «höheren Gewalt» einfach mit einem Fingerschnippen geschaffen wurde. Gott sagte also seid fruchtbar ..., was auch wie folgt ausgelegt werden kann: Wer sagt denn, dass ein Schwuler oder eine Lesbe nicht fruchtbar sein kann? Ein schwuler Mann kann ebenso gut seine Testikel dazu verwenden, ein Kind zu zeugen, sowie auch eine lesbische Frau ihre Gebärmutter dazu nutzen kann, ein Kind in die Welt zu setzen. Mann könnte auch soweit gehen und das Thema Leihmutterschaft vertiefen. Aber dies wäre zu viel für die Extremisten der katholischen Kirche. Der Frevel, die Evolutionstheorie unbeachtet zu lassen, zeugt von unterdurchschnittlicher Intelligenz und liegt fern von jedem Bildungsgrad. Dieses Unbeachten des Darwinismus ist schlichtweg eine Verfehlung. Das amtierende Oberhaupt der Kirche erkennt sogar an, dass der Urknall resp. die Wissenschaft und Theologie miteinander und nicht-kannibalisierend existieren können. Einem Kind die Wahl zu lassen, welchen Weg es in seinem Leben gehen will, zeugt von Weitsicht. Manch einer wurde von anderen Mitgliedern seines Umfeld dazu gezwungen, heute zu leben, wie er lebt. Ist dies aber auch gleichgesetzt der richtige Weg für ihn? Ein Kind, ein Jungendlicher sowie auch jeder Erwachsene haben das Recht, frei zu wählen, wie sie ihr Leben gestalten wollen – sei dies nun mit einer Lehre als Metzger oder einem Studium in Theologie oder schwul/lesbisch zu sein. Wie wärs denn mit pansexuell, wäre dies vielleicht ein gangbarer Weg? Wir dringen tief in die Entwicklung eines Kindes ein, wenn es nicht selbst wählen kann. Welche politischen Entscheidungen werden denn nicht von einem starken Feld des Volkes hervorgebracht. Nur wer für seine Einstellungen und Entscheidungen einsteht, kann die Welt ein bisschen besser machen.

Dominic Hasler,
Finkenrain 7, Zürich

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