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Leserbrief

Gerüchteküche um Wildtierkorridor

Herbert ElkuchLandtagsabgeordneter | 24. Juli 2017

Jubiläumsbrücke

Die geplante Hängebrücke wird immer wieder in den Zusammenhang mit der Zerstörung der Wildkorridore gebracht. Mit den offiziellen Unterlagen können diese Behauptungen nicht belegt werden. Der Standort der Hängebrücke befindet sich gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) ausserhalb der überregionalen Wildtierkorridore. Einer der Wildtierkorridore, Toggenburg – Saminatal, ist zwischen Schaan und Planken, weit südlich der Hängebrücke eingezeichnet. Dieser Korridor ist wegen der Zäune an der Autobahn und Feldkircherstrasse für die Wildtiere nicht mehr attraktiv. Es sind Bestrebungen im Gange, diesen Wildkorridor zwischen Schaan und Planken durch bauliche Massnahmen wieder instand zu stellen. Der andere Wildkorridor führt gemäss BAFU von Sennwald – Schellenberg – Schaanwald – Paulahütte ins Saminatal. Dieser Korridor liegt um vieles nördlicher als der Hängebrückenstandort.
Die Wildtierkorridore liegen also, gemäss BAFU, nicht im Gebiet der Hängebrücke zwischen Nendeln und Planken. Die Wildtierkorridore befinden sich zwischen Schaan und Planken einerseits und mitten durch ­Schaanwald zur Paulahütte andererseits. Diese beiden Korridore vereinen sich dann erst hinter den Drei Schwestern im Saminatal auf österreichischem Hoheitsgebiet. Auf der Schweizer Seite sind die beiden Korridore über den Gamserberg und Chapf vernetzt. Die Hängebrücke tangiert demnach weder die Wildkorridore selbst noch deren Vernetzung.
Die Hängebrücke über das imposante Tobel wird in das heute bereits bestehende Wander-Wegenetz eingebettet. Es kann also auch keine Rede davon sein, dass es sich um ein unberührtes Gebiet handelt. Das Gebiet wird bereits heute von Alt und Jung als Naherholungsgebiet genutzt und geschätzt. Das Wild wird durch Wanderer auf der Brücke weit weniger gestört, als durch Wanderer, die den bestehenden, gefährlichen Weg durch die Schlucht gehen. Mit der Brücke werden die Wanderer in bis zu 115 Meter Höhe «über das Wild hinweggehoben».
Dazu kommt noch, dass der Brückenstandort keine Wildruhezone ist. Die Wildruhezonen befinden sich gemäss BAFU weiter südlich vom geplanten Standort der Hängebrücke im Brunnaböchel süd-westlich unterhalb von Planken und im Tal, im Riet gelegenen Schwabbrünna-Äscher. Abfragen im Geodatenportal der Liechtensteinischen Landesverwaltung im Bereich Natur und Umwelt zeigen, dass der Brückenstandort nicht in den Inventaren für schützenswerte Lebensräume und Landschaften ist. Mehr auf: www.jubilaeumsbruecke.li/

Herbert Elkuch
Landtagsabgeordneter

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