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Leserbrief

Tarife von LIEmobil

Verkehrsbetrieb LIEmobil | 23. September 2016

Kurzstreckenfahrscheine

Ein gestern veröffentlichter Leserbrief zum Thema der LIEmobil-Fahrscheine veranlasst uns – ohne auf diesen Einzelfall direkt einzugehen – die Handhabung der Kurzstreckenfahrscheine noch einmal genauer zu beleuchten.
Die Tarife im öffentlichen Verkehr in Liechtenstein sind Zonentarife. Im Jahr 2014 führte LIEmobil für Personen, welche nur wenige Haltestellen benötigen, einen speziellen, preiswerten Kurzstreckentarif ein. Dieser Kurzstreckentarif gilt insbesondere auch zonenübergreifend und verhindert dadurch den üblichen Preissprung bei Zonengrenzen. Im Jahr 2015 verkauften die Buschauffeure rund 200 000 Einzelfahrscheine, davon waren 25 Prozent Kurzstreckenfahrscheine. Fahrgäste erhalten immer einen Kurzstreckenfahrschein, wenn sie entweder diesen direkt anfordern oder wenn sie eine Ausstiegshaltestelle nennen, welche für den Chauffeur als Kurzstrecke (maximal fünf Haltestellen über die Einstiegshaltestelle hinaus) erkenntlich ist. Dabei ist ein Irrtum durch den Chauffeur bei 200 000 Einzelfahrscheinen möglich, aber auch korrigierbar. Das Ziel von LIEmobil ist, dem Fahrgast stets den günstigsten Tarif anzubieten. Wenn Fahrgäste beim Fahrscheinkauf jedoch nur einen Ortschaftsnamen (z. B. Triesen oder Vaduz) nennen, ist es für den Chauffeur nicht erkenntlich, ob der Fahrgast lediglich fünf Haltestellen oder darüber hinaus fahren wird. Der Chauffeur kann dann auch nicht jeweils nachfragen, wohin der Fahrgast konkret fahren möchte. In diesem Fall ist der Chauffeur angehalten, dem Fahrgast den für die zu befahrenen Zonen üblichen Fahrschein zu verkaufen. Mit dieser Regelung ist der Fahrgast stets in Besitz eines korrekten Fahrscheins. Kauft er einen Kurzstreckenfahrschein oder benennt eine Haltestelle, welche im Kurzstreckenbereich liegt, trägt er die Verantwortung, falls er die Gültigkeitsgrenze überschreitet. Im anderen Fall kann dem Chauffeur nicht angelastet werden, dem Fahrgast einen ungültigen Fahrschein verkauft zu haben. Damit lässt sich auch eine bei einer eventuellen Fahrscheinkontrolle für alle Beteiligten unangenehme Situation vermeiden.
Damit die Fahrgäste einfach erkennen, welche Haltestellen im Bereich einer Kurzstrecke liegen, sind bei jedem Haltestellen-Fahrplan die entsprechenden Haltestellen gekennzeichnet. Auf Fahrplanwechsel wird das Tarifsystem weiter vereinfacht, die bisherigen acht Zonen in Liechtenstein auf vier Zonen reduziert und die Preise leicht angepasst. Der Kurzstreckentarif bleibt weiterhin bei zwei Franken. Tageskarten werden wesentlich günstiger als zwei Einzelfahrten und bis zu einem Drittel günstiger gegenüber heute. Dies entlastet die Fahrgäste, aber auch die Chauffeure beim Fahrscheinverkauf. Zudem wird eine App eingeführt, welche sehr bedienerfreundlich ist und bei der automatisch und immer der günstigste Tarif abgerechnet wird, ohne dass sich der Kunde mit den Tarifen auseinandersetzen muss.

Verkehrsbetrieb LIEmobil

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