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Leserbrief

Der Oberhammer, Familiengeld für die Wirtschaft, Nein in die Urne

Herbert Elkuch,DU-Landagtsabgeordneter,Platte 44, 9488 Schellenberg | 16. September 2016

Replik auf den Leserbrief des Wirtschaftskammer-Präsidenten Arnold Matt: Mit dem gesetzlich festgelegten Beitrag von 1,9 Prozent der Lohnsumme wird die Kasse jährlich mit rund 55 Millionen gefüllt. Er verschweigt, dass von diesen 55 Millionen wiederum 52 Millionen für die Familienzulagen pro Jahr gebraucht werden. Er verschweigt, dass im Jahr 2015 nur 1,6 Millionen übrig blieben. Die Wirtschaftskammer will jährlich 8 Millionen herausholen, 6,4 Millionen Beiträge hätten gefehlt, das Vermögen müsste her. Dann schreibt er dazu: «Es kann nicht von einer Aushöhlung der FAK die Rede sein.» Da ist wohl das Wort «nicht» hineingerutscht, kann passieren. Mit Nein wird gegen eine Aushöhlung gestimmt.
«Firmen (mit längerer Wartefrist der Taggeldversicherung) erhalten eine Rückerstattung der Löhne.» Das ist der Originaltext der Initianten. Sie haben richtig gelesen, – für Löhne von Firmen – nicht etwa für Familien! 6,5 Millionen für eine Rückererstattung von Löhnen an Firmen pro Jahr. Im Jahr 2015 hätten 6,4 Millionen aus den Reserven für Familienzulagen genommen werden müssen. Das ist Fakt. Das ist doch eine Aushöhlung, eine Ausbeutung der Familienausgleichskasse für die Wirtschaft. Die Wirtschaft würde die Reserven für Familienzulagen verzehren. Der Gesellschaftsminister hat schon angekündigt, falls die Initiative angenommen wird, etwas zu unternehmen, damit nicht der Staat zum Handkuss kommt, wenn die Reserven fehlen. Ja dann gute Nacht. Familiengeld für die Wirtschaft, das wäre der Oberhammer, deshalb: Nein in die Urne.

Herbert Elkuch,
DU-Landagtsabgeordneter,
Platte 44, 9488 Schellenberg

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