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Leserbrief

Familie und Beruf oder Familie als Beruf

Arnold Matt,Wirtschaftskammer-Präsident,Purtscher 7, Mauren | 15. September 2016

Bei jeder Volksabstimmung gab es bisher verschiedene Meinungen in der Bevölkerung und auch bei jeder Volksabstimmung sind diese Meinungen nicht immer aufgrund der Tatsachen gebildet.
Wichtige Fakten zur Meinungsbildung:
? Die FAK wird zur Hauptsache von den liechtensteinischen Unternehmen gefüllt.
? Jedes Jahr zahlen Unternehmen wieder 55 Millionen in diese Kasse, den Mitarbeitern wird dafür nichts vom Lohn abgezogen. Es handelt sich somit also nicht um Steuergeld.
Die Höhe des Beitrages, derzeit 1,9 Prozent der Lohnsumme, wird vom Gesetzgeber festgelegt. Es kann also auch nicht von einer Aushöhlung der FAK die Rede sein, da die Unternehmen diese Kasse auch wieder füllen müssen. Die befürchtete Kürzung des Kindergeldes ist also auch kein Thema.
? Mir geht es vor allem darum, einen Anreiz zu schaffen, dass die Frauen, die wir einmal ausgebildet haben, uns wenigstens in Teilzeit erhalten bleiben. Ihr Wissen und Können ist für die Wirtschaft wichtig.
? Jeder kann sein Familienmodell selbst wählen. Falls die «Familie als Beruf» gewählt wurde, ist das eine freie Entscheidung, die ich sehr schätze, da das eine sehr wichtige Aufgabe ist und uns wieder Lernende in die Wirtschaft bringt, die wir auch gerne ausbilden. Bei einer Annahme der Initiative ist die Politik gefordert, die Diskussion um die Honorierung und Anerkennung der «Familie als Beruf» weiterzufüh-ren, da die Wirtschaft nur für «Familie und Beruf» zuständig sein kann.


Arnold Matt,
Wirtschaftskammer-Präsident,
Purtscher 7, Mauren

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