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Leserbrief

Nein zum Kita- Reformvorschlag

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 13. September 2016

Es wäre ja wunderbar, wenn alle Eltern mindestens das erste Lebensjahr des Kindes zu Hause verbringen könnten, wie auch S. D. Erbprinz Alois in seiner Rede am Staatsfeiertag gesagt hat.
Für die Entwicklung des Kindes sind liebevolle und intakte Familien wichtig. In einer Familie, in der es ständig Probleme gibt, weil u. a. das Geld nicht ausreicht, gibt es Streit. Das trägt für die gesunde Entwicklung des Kindes sicher nicht bei. Leider reicht ein Zahltag bei vielen Familien nicht aus und beide Elternteile müssen arbeiten. Kitas sollten also für Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen da sein, nicht für Reiche, die sich ohne Probleme auch eine Tagesmutter aus eigener «Tasche» leisten könnten. Oder wie sieht es aus mit Karrierefrauen? Karriere (die ein gutes Einkommen garantiert) und Kinder unter einen Hut zu bringen, ist sicher nicht einfach. Aber die Kinder in die Kita zu schicken, damit die Karriere nicht leidet, und das noch über FAK zu finanzieren? Dazu sage ich Nein. Da hätte ich den Vorschlag: die Kinderbetreuung selbst finanzieren, ohne Kita.
Wie auch immer, dieser Vorschlag gleicht dem Giesskannenprinzip. Die FAK zahlt jetzt schon Kindergelder für Reich und Arm in gleicher Höhe, das finde ich schon nicht ganz in Ordnung, aber auch noch Kitas über die FAK zu finanzieren, ist fast schon unverschämt.
Jede Familie weiss, dass Kinder Zeit, Geduld, viel Liebe und Geld «kosten». Müttern, die sich zu Hause der Kindererziehung widmen, muss ich ein grosses Lob aussprechen. Es ist ein «Fulltime-Job» ohne Zahltag. Sie zahlen trotzdem Beiträge an die FAK, ohne davon zu profitieren. Falls sie eine Tagesmutter in Anspruch nehmen, müssen sie selbst bezahlen.
Es kann aber nicht sein, dass Kitas für alle – ob Reich oder Arm – über die FAK finanziert werden. Das ist ungerecht. Also ein Nein zu diesem Reformvorschlag.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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