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Leserbrief

Verein Kindertagesstätten sagt Ja zur Initiative «Familie und Beruf»

Verein Kindertagesstätten | 3. September 2016

Am 18. September stimmt das Volk über die Initiative «Familie und Beruf» der Wirtschaftskammer ab. Es geht unter anderem um die Frage, wie ausserhäusliche Kinderbetreuung finanziert werden soll, um Familien, aber auch die Wirtschaft zu unterstützen. Der Verein Kindertagesstätten Liechtenstein befürwortet die Initiative.
Der Verein Kindertagesstätten Liechtenstein begrüsst ganz grundsätzlich, dass die Finanzierung der ausserhäuslichen Kinderbetreuung nach dem Finanzierungsstopp von 2011 neu geregelt werden soll. Vorstandsmitglieder des Vereins waren in der Arbeitsgruppe der Regierung vertreten und befassten sich mit zahlreichen anderen Institutionen über Monate mit der Frage, wie ein neues Finanzierungsmodell der aus­serhäuslichen Kinderbetreuung aussehen könnte. Der Verein Kindertagesstätten begrüsste die Regierungsvorlage, die im Dezember 2015 in die Vernehmlassung ging.
?Regierungsvorlage oder Initiative: Anfang des Jahres wurde die Initiative der Wirtschaftskammer zum Thema «Familie und Beruf» eingereicht, welche unter anderem auch einen Vorschlag zur Neuregelung der Finanzierung der ausserhäuslichen Betreuung enthält. Da der Verein Kindertagesstätten aktiv bei der Erarbeitung der Regierungsvorlage mitwirken konnte, hätte er diese der Initiative vorgezogen, weil verschiedene Punkte besser geregelt wurden und die Vorlage insgesamt breiter abgestützt erschien.
?Zusätzliche Mittel aus der FAK: Fakt ist, dass die Vernehmlassung gestoppt und der Initiative der Vorrang gegeben wurde. Wird die Initiative angenommen, würden zusätzliche Mittel aus der FAK zur Verfügung stehen. Durch den FAK-Beitrag würde die Gleichstellung aller Kita-Anbieter finanziert, die Höhe der Elternbeiträge könnte beim Verein Kindertagesstätten wahrscheinlich in etwa gleich hoch bleiben. Aus diesem Grund begrüsst der Verein Kindertagesstätten die Initiative.
Wird die Initiative nicht angenommen, ist es leider unwahrscheinlich, dass der FAK-Topf angezapft werden kann. Dann ist es wahrscheinlich, dass der bisherige Staatsbeitrag zukünftig auf alle Anbieter aufgeteilt werden müsste, was eine massive Reduktion der Förderbeiträge pro Platz zur Folge hätte. Die Elternbeiträge müssten als Folge davon stark erhöht werden.
?Genug Betreuungsplätze als Ziel: Die Schaffung von weiteren Betreuungsplätzen ist dem Verein seit Jahren ein Anliegen. «Es ist unser Ziel, auch nach der Neuregelung der Finanzierung unsere bestehenden Einrichtungen aufrechterhalten zu können und falls die Nachfrage weiterhin besteht, zusätzliche Einrichtungen aufzubauen», sagt Geschäftsleiterin Daniela Meier.

Der Verein Kindertagesstätten eröffnete 1990 die erste Kindertagesstätte in Liechtenstein. Heute unterhält der Verein insgesamt sieben Kindertagesstätten, sieben Tagesstrukturen sowie zwei Betriebs-Kitas. Aus­serdem ist in Zusammenarbeit mit dem Bankenverband eine weitere Betriebs-Kita am Entstehen. Der Verein ist mit 125 Mitarbeiterinnen längst ein mittleres Unternehmen geworden. Zur Zeit werden insgesamt 548 Kinder betreut.

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