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Leserbrief

Keine Experimente mit FAK-Geldern

Ivo Kaufmann,Fingastrasse 2a, Triesen | 25. August 2016

«Familie und Beruf»

Im «Volksblatt» vom Dienstag dieser Woche nahm die Wirtschaftskammer Stellung zu den Aussagen der Gegner, unter anderem auch zu den Vorwürfen der Gegnerschaft, dass bei einer Annahme der Initiative es zu einem Abbau der Reserven der Familienausgleichskasse (FAK) komme. Die lapidare Antwort der Wirtschaftskammer darauf: je nach Börsengang wird es nur zu einem kleinen Abbau der Reserven kommen. Nun weiss zwischenzeitlich jeder, dass die Börse noch nie ein verlässlicher «Partner» in Sachen Geldanlage war. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Börsen zum Spielball der Notenbanken geworden sind und das Wirtschaftsgefüge seit dem Ausbruch der Finanzkrise aus den Fugen geraten ist, ist die Angst einer jederzeit möglichen, grösseren Korrektur der Kapitalmärkte nach unten, ständiger Begleiter der Wirtschaftsteilnehmer. Darum sollte man jetzt nicht hergehen und das Vermögen der FAK mittels einer unausgereiften und teils diskriminierenden Initiative der Wirtschaftskammer aufs Spiel setzen. Die Leistungen der FAK waren bis anhin die Ausrichtung von Kinderzulagen, Geburtszulagen und Alleinerziehendenzulagen. Sollten neue Leistungen (Mutterschaft, Kita) hinzukommen, darf dies zu keinem Abbau der Reserven führen. Sollte die FAK die Taggelder für Mutterschaft übernehmen müssen, die bislang von den Taggeldversicherungen erbracht wurden, darf das nicht zum Abbau des für Familienzulagen eingezahlten Vermögens führen. Das ist eine Zweckentfremdung für eine Wirtschaftsförderung. Die einseitige Förderung der Kinderbetreuung durch Kitas ist eine Diskriminierung derjenigen, die die Betreuung ihrer Kinder nicht der Kita überlassen. Die FAK ist für alle Familien da.

Ivo Kaufmann,
Fingastrasse 2a, Triesen

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