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Leserbrief

Einseitig und diskriminierend

Ilse Tichy,Steinestrasse 32, Triesenberg | 24. August 2016

Die Initiative «Familie und Beruf» will die ausserhäusliche Kinderbetreuung noch mehr subventionieren und so den Eltern eine «Wahlmöglichkeit» für die Kinderbetreuung bieten. Eine Wahlmöglichkeit besteht aber nur, wenn die Eltern zwischen zwei oder mehr Möglichkeiten auswählen können. Es werden aber nur Kitas subventioniert. Tagesmütter/Tagesfamilien werden vollkommen übergangen. Wo bleibt da die Wahlmöglichkeit der Eltern? Wenn Sie sich für eine Kita entscheiden, kommen Sie in den Genuss der Subvention; wenn Sie sich für eine Tagesmutter oder eine andere Form der Kinderbetreuung entscheiden, müssen Sie die Kosten selbst tragen. Tagesmütter leisten einen sehr wichtigen Teil der aus-serhäuslichen Kinderbetreuung und helfen Familien auch bei unregelmässigen Arbeitszeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren. Tagesmütter decken Randzeiten ab. Sie übernehmen die Betreuung der Kinder während den Ferien, oder übernehmen die Betreuung (wenn nötig 24 Stunden) zum Beispiel bei einem Spitalaufenthalt der Mutter. Tagesmütter sind flexibel und nach Absprache können die Eltern Betreuungstage oder Betreuungsstunden auch tauschen oder einen Tag/einige Stunden zusätzlich nutzen, wenn dies benötigt wird. Ich betreue seit 20 Jahren Tageskinder zur Zufriedenheit der Eltern und der Tageskinder. Ich habe mich weitergebildet, stelle meine private Infrastruktur zur Verfügung und stehe in regelmässigem Kontakt mit der Vermittlerstelle des Eltern-Kind-Forums. Die Betreuung in Tagesfamilien erfüllt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die Initiative ist einseitig und muss abgelehnt werden. Deshalb ein klares Nein zur Initiative «Familie und Beruf».

Ilse Tichy,
Steinestrasse 32, Triesenberg

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