Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Verlorene Bürgerrechte

Demokratiebewegung in Liechtenstein | 20. August 2016

Auslandsliechtensteiner

Der Staatsfeiertag ist ein verbindender Anlass, bei dem sich die verschiedensten Gesichter erneut begegnen. Dieses Wiedersehen löst gelegentlich Überraschung aus und bei ausländischem Essen oder einem Getränk geniessen wir diese besonderen Momente des Tages. Aus nah und fern reisen Menschen zum Staatsfeiertag an, AusländerInnen und LiechtensteinerInnen, und begehen diesen im Lande. Ein verbindender Tag, der unser Land für einmal in einem anderen Licht erstrahlen lässt und mit Donnerhall das Tal durchflutet. Wird die Landeshymne angestimmt, singen die LiechtensteinerInnen mit ganzer Stimme mit. Wo immer sie auch leben, sie stehen zu unserem Land, in dem sie aufgewachsen sind und durch das sie auch geprägt wurden. Mit der Rückreise an ihren ausländischen Wohnort verlieren sie ihre Stimme, das aktive Stimm- und Wahlrecht, das jedem Landesangehörigen im Lande zusteht, mögen sie noch so inbrünstig mitgesungen haben. So feierlich der Tag ausklingen mag, wird diesen LiechtensteinerInnen wieder bewusst, es reicht nicht, dass sie unserem Land an ihrem Wohnort ein Gesicht geben, tagtäglich BotschafterInnen unseres Landes sind. Ihr Bekenntnis zu unserem Land wird nicht gewürdigt mit den politischen Rechten, die den im Lande Wohnhaften zustehen. Im Gegenteil, ihr Bekenntnis zum Land wurde mit dem Schweigen des Landtages in der Mai-Sitzung dieses Jahres negiert. Viel symbolträchtiger lässt sich die Haltung des Parlaments gegenüber unseren LiechtensteinerInnen mit einem ausländischen Wohnsitz nicht beschreiben.

Demokratiebewegung in Liechtenstein

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung