Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

APO-Stellenausschreibung

Jack Quaderer,Feldkircherstrasse 33, Schaan | 23. Juni 2016

Personalpolitik

Ende 2012 stellte die Regierung Tschütscher einen neuen Amtsleiter für das Amt für Personal und Organisation (APO) ein. Nach Ansichten der Regierung handelte es sich dabei natürlich um die geeignetste Person unter allen Bewerbern, wobei deren VU-Nähe auch einen Einfluss gehabt haben dürfte. Er trat die Stelle im März 2013 an und war bis Oktober 2015 als Amtsleiter tätig. Über die Gründe seines Ausscheidens werden landauf und landab verschiedenste Gründe angeführt, aber offensichtlich war er der Aufgabe nicht gewachsen. Interessant dabei ist, dass, während im Landtag auf Antrag des Regierungschefs über die Aufweichung des Kündigungsschutzes der Landesangestellten debattiert wurde, wird für den ehemaligen APO-Amtsleiter ohne Ausschreibung kurzerhand eine neue Stelle beim Arbeitsamt (AMS) kreiert. Während man den Druck auf die einfachen Landesangestellten erhöht, setzt man andererseits alle Hebel in Bewegung, um die Amtsleiter zu erhalten oder wenigstens ins Trockene zu bringen. Hier kann man eine eindeutige Pa-rallele zum Abgang des ehemaligen MFK-Amtsleiters ziehen. Auch wenn der ehemalige MFK-Amtsleiter nun wieder in der MFK untergebracht wurde, immerhin scheint die Regierung bei der Neubesetzung bemüht zu sein, nicht dieselben Fehler zu wiederholen. Für die Leitung des MFK-Personals von 16 Personen wird eine Person mit einem Doctor of Business angestellt. Verwunderlich ist jedoch, dass im Falle des APO-Amtsleiters eine Stelle ausgeschrieben wurde, welche keinerlei akademischen Abschluss oder dergleichen erfordert. Dabei ist zu bedenken, dass der Amtsleiter des Amtes für Personal und Organisation etwa 900 bis 1000 Angestellten vorsteht! Müsste ein Bewerber in der Wirtschaft, an der man sich angeblich orientiert, ein Vielfaches an den Anforderungen erfüllen, als jene, welche in der Stellenausschreibung angeführt werden? Die Vermutung liegt nahe, dass die Regierung Hasler schon eine Person im Auge hat, die vermutlich bei der letzten Ausschreibung das Nachsehen hatte. Nun ist die Frage: Hat die VU damals nur den Zweitbesten für das Amt ausgewählt oder wird es die FBP dieses Mal tun?
Zum Schluss noch eine kleine Anregung für zukünftige Debatten bezüglich der Anstellung und Entlassung von Landespersonal. Was Liechtenstein wirklich benötigen würde, wäre ein Gesetz, welches parteipolitische Personalentscheide der Regierung unterbindet.

Jack Quaderer,
Feldkircherstrasse 33, Schaan

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung