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Leserbrief

«Blattern»

Hans Jaquemar,Rüttigass 35, Nendeln | 17. Juni 2016

Fussball-EM

Nun spielen sie wieder. Nein: Sie stürmen, sie schiessen, sie kämpfen, sie gewinnen, sie verlieren, sie grölen – sie foulen und schlagen aufeinander ein und, und, und – und sie verletzen und werden verletzt. Und Tausende Polizisten, die Wichtigeres zu tun hätten, müssen dafür sorgen, dass nicht Schlimmeres passiert. Das «Spielen» hat schon längst aufgehört und seine Unschuld verloren, seit es nicht um Sport, sondern um sehr viel Geld geht. Und da geschieht oben in feinen Anzügen Korruption und unten Brutalität. Und (fast) alle machen mit. Politiker sind sich nicht zu schade, dabei zu sein, und für die Medien ist es ein seiten- und zeitfüllendes Geschäft.
«Fussball» – die schönste oder wichtigste Nebensache der Welt? Wenn aber die Nebensache dann doch zur Hauptsache wird und Millionen –wenn sie denn noch haben? – den Verstand verlieren? Fussball? – nein, ein Fusstritt gegen das, was Menschsein sein könnte. Die Fussballsprache verrät den kriegerischen, aggressiven Geist und die Menschen, die sich davon verungeistern lassen, verhalten sich entsprechend.
Liesse sich mit den Mitteln und dem Aufwand, der da investiert wird, nicht das grosse Problem unserer Zeit, die Not der Flüchtlinge, sehr gut lösen? Auch das alte Rom mit seinen Gladiatorenspielen ist untergegangen. Was wird das Fieber in den Fussballsümpfen bringen?
Siegen und Verlieren. Wir könnten alle verlieren …

Hans Jaquemar,
Rüttigass 35, Nendeln

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