Leserbrief

Energiewende

Manfred Büchel,Gastelun 4, Eschen | 2. Juni 2016

Klimakatastrophe

Auf der Homepage des «Liechtensteiner Volksblatts» war am Freitag, den 13. Mai, folgender Artikel zu lesen: «Umweltminister drängen auf Energiewendeabkommen auf EU-Ebene. Die Umweltministerinnen und -minister der deutschsprachigen Länder haben sich nach einem Treffen in Österreich für die Forcierung der Energiewende ausgesprochen. Erreicht werden soll dieses Ziel etwa durch einen Energiewendevertrag.»
Auf der Homepage des Magazins «Klimaretter.info» war am 17. Mai 2016 folgender Artikel zu lesen: «Dänen stoppen Energiewende. Die dänische Regierung will den Ausbau von Wind- und Solarenergie bremsen. Sie nimmt mehr Kohlestrom in Kauf, um die Wirtschaft zu entlasten. Dass die in Kopenhagen regierende rechtsliberale Venstre die einstige Vorreiterrolle Dänemarks in der Klimapolitik beenden will, zeichnete sich bereits ab. Scheibchenweise waren seit vergangenem Jahr die Klimaziele früherer Regierungen zurückgenommen worden. Ende vergangener Woche kam der entscheidende Umschwung. Eine der deutschen EEG-Umlage vergleichbare Abgabe, die bislang die Energiewende mitfinanzierte, soll ab 2017 schrittweise gestrichen werden.»
Von diesem «Dänemark-Artikel» war natürlich in unseren beiden Landeszeitungen kein Wort zu lesen. Da scheinen doch die Presseagenturen Europas bewusst schlafen zu wollen, zumal ich auf der Homepage der sda sowie auch der dpa unter den Suchbegriffen: «Dänemark, Dänemark EEG und Dänemark Kohlekraft» nicht fündig wurde. Und wer die neuesten Nachrichten auf ARD und Phoenix mitverfolgt hat, der muss feststellen, dass auch Deutschland den Ausbau der Windkraft reduzieren und die Subventionen kürzen will. Zitat aus den ARD-Tagesthemen vom 31. Mai 2016: «Zur Stunde diskutieren in Berlin die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin. Sie befürchten nichts weniger als die Wende von der Energiewende.» Hoppla! Zu beachten wäre diesbezüglich noch die wunderschöne Deutsche Messe von Franz Schubert, in der es zum Einzug so schön heisst: «Wohin soll ich mich wenden.»

Manfred Büchel,
Gastelun 4, Eschen

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