Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Lieber Herr Meesters, lieber Herr Hoch

Vorstand des Vereins FlayStädtle 38, Vaduz | 10. Juli 2017

Ehe für Alle

Die Ehe besteht nur aus Mann und Frau? In einigen Ländern ja, in anderen Ländern nein. In den Niederlanden zum Beispiel ist es homosexuellen Paaren bereits seit 2001 möglich, eine Ehe einzugehen. Weder heterosexuelle Paare noch Kinder haben dadurch Schaden genommen. Die Welt dreht sich weiter und das auch für Liechtenstein. Wird die Ehe für homosexuelle Paare geöffnet, arbeitet man keineswegs gegen diese Institution. Im Gegenteil. Sie würde lediglich in ihrer Position anderer Arten des Zusammenlebens gegenüber gestärkt. Das Verständnis der Ehe allein zwischen Mann und Frau ist ursprünglich durch Religionen begründet. Doch ist es so, dass wir heute einen säkularen Staat anstreben. Ein solcher Staat muss der Realität ins Auge schauen und auch neue, bestehende Formen von Partnerschaften anerkennen und das ohne Diskriminierung. Auch ihr Argument bezüglich der Kindererziehung verstehen wir nicht. Sie haben recht, wir alle wollen das Beste für unsere Kinder. Fakt ist aber, dass bereits heute homosexuelle Frauen und Männer auf die eine oder andere Weise Kinder haben und diese mit bestem Gewissen erziehen. Diese Kinder sind jedoch ohne Möglichkeit der Eheschliessung für deren Eltern schlechter abgesichert als es Kinder aus heterosexuellen Ehen sind. Ist es denn nicht immer besser, dass zwei Personen rechtlich für ein Kind da sind? Weshalb soll es Kindern aus Regenbogenfamilien schlechter gehen? Nein, Herr Meesters, wir fordern keine Vielehen und auch keine Kinderehen. Und das auch nicht in Zukunft à la Salamitaktik, Herr Hoch. Wir möchten lediglich, dass die rechtlichen Bestimmungen der Gegenwart angepasst werden.

Vorstand des Vereins Flay
Städtle 38, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung