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Leserbrief

«Jööööööh, wer spielt mit mir» wird Hilfeschrei einer aussterbenden Tierart

Alexandra Marion Schädler und Camilla Filonardi, Gewerbeweg 3, Vaduz | 19. Oktober 2017

Umwelt- und Tierschutz

So herzig wie das kleine Orang-Utan-Baby aus dem Printmedium vom «Volksblatt» (Ausgabe vom 17. Oktober 2017, Seite 20) lächelt, so traurig wird seine Geschichte sein. Eine Lebensgeschichte wie die von Zahri, einem kleinen Orang Utan, der Mitte Mai zu BOS auf die Station in Nyaru Menteng gekommen ist. Unterernährt und mit zwei Gewehrkugeln im Körper. Die Fragen, wer warum auf ihn geschossen hat, sind auch heute noch offen und sie werden es wohl auch bleiben. Die Zerstörung von einer bedrohten Tierart schreitet fort.
Aufgrund der gewachsenen Nachfrage nach Palmöl werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt, um neue Palmölplantagen anzulegen. Die Abholzung des Regenwalds und das Anlegen der riesigen Monokulturen hat sowohl lokal wie auch global zahlreiche negativen Auswirkungen: Seltene Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum, die Klimaerwärmung schreitet voran, Menschen mangelt es an sauberem Trinkwasser und der natürliche Schutz vor Naturkatastrophen, wie Tsunamis, ist nicht mehr gewährleistet.
Armut und Orang-Utan-Schutz: Was hat das miteinander zu tun? Viel, denn Unterentwicklung und Ausgrenzung sind wichtige Gründe für Wilderei und Raubbau an der Natur. BOS (Borneo Orang Utan Survival) setzt sich daher nicht nur für die Primaten ein, sondern führt auch Projekte in Zentralkalimantan. Am Rande des Schutzgebiets leben rund 29 000 vorwiegend arme Familien in 53 Dörfern, die teils schwer zugänglich sind – ein fruchtbarer Boden für illegale Aktivitäten wie Brandrodung, Wilderei, Holzeinschlag oder das Schürfen von Gold.
Um illegale Aktivitäten zu bekämpfen und der ansässigen Bevölkerung einen Ausweg aus der Armut jenseits der Ölpalmplantagen zu bieten, vergibt BOS unter anderem Mikrokredite. Damit fördert BOS Initiativen der lokalen Bevölkerung zur Verbesserung ihrer Einkommenssituation. Unser Ziel ist die Schaffung von alternativen, nachhaltigen und umweltverträglichen Einnahmequellen. Ausserdem führt die Organisation in der Mawas Region Gesundheits- und Bildungsprojekte durch (www.bos-schweiz.ch).
Darum unterstützen wir die Borneo Orang Utan Survival und sind seit Jahren als Paten engagiert.

Alexandra Marion Schädler und Camilla Filonardi, Gewerbeweg 3, Vaduz

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