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Leserbrief

Brücken

Jeannette Maria Bühler,Auslandsliechtensteinerinin Las Palmas, Gran... | 17. Oktober 2017

300 Jahre Liechtenstein

300 Jahre sind bereits um,
seit sie vereint zum Fürstentum.
Das Ober- und das Unterland
verbindet ein gar starkes Band.
Doch nicht genug der schönen Worte,
das Band muss sichtbar sein vor Orte.
Ein Denkmal braucht das kleine Land, viel Sinn wird wohl darin erkannt.
Die Köpfe rauchen, was kann es wohl sein?
Was soll zieren die Heimat am Rhein?
Von hängenden Brücken ist die Rede,
dies führt jedoch zu mancher Fehde.
Ein Volk, entzweit durch Geld und Macht,

durch Zwistigkeit, Zerwürfnis, Zwietracht.
So kann das nicht enden, beschliessen sie weise,
der Brückenrat macht eine Reise.
Sie wandern auf Bergen, Tälern und Hügeln,
der Gedanke an Lösung soll sie beflügeln.
Die Odyssee nimmt ihren Anfang,
führt den Rat durchs wilde Pakistan.
Zu den Ufern des Flusses, Hunza genannt,
zur Brücke, als solche kaum wird erkannt.
Wo Menschen einander voll Sehnsucht sehen
am anderen Ufer des Flusses stehen.
Die Mittel beschränkt, die Brücke marod,
Bei Überquerung droht der Tod.

Not tut die Brücke für diese Menschen.
Das, was wir wollen, auch sie sich wünschen.
Der Rat zur Einsicht kommt und spricht,
die Brücke im Wald, die bauen wir nicht.
Statt Brücken zu bauen, bloss um zu ehren,
baut sie, wo der Mensch sie nicht kann entbehren.
So sprach der weise, grosse Rat,
der Brückenzank aus dem Lichte trat.
Lernt Brücken der Menschlichkeit zu schlagen,
das Herz am rechten Fleck zu tragen.
Zu schätzen den Reichtum der grünen Natur,
der Wunderwelt von Wald und Flur.
Setzt euch ein Denkmal, das Herzen erhellt,
so bleibt ihr für immer die Helden der Nachwelt.

Jeannette Maria Bühler,
Auslandsliechtensteinerin
in Las Palmas, Gran Canaria

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