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Leserbrief

Zwischenfazit

Stefan Becker,Schimmelgasse 20, Vaduz | 13. Oktober 2017

Quotendiskussion

Ein Zwischenfazit der «Quotendiskussion» legt Dreierlei offen. Zu allererst die Haltung jener, die «Quoten» ganz entspannt entgegensehen: «Logisch, das unterstützen wir; was kann da schon passieren?» Andere mühen sich damit ab, komplexe ideengeschichtliche Konzepte simplifiziert in Stellung zu bringen: «Das ist undemokratisch!» – ganz gleich, ob sichs wissenschaftlich begründen lässt oder nicht. Die dritte Gruppe breitet subjektiv erlebte Anachronismen aus, um sich der Überprüfbarkeit von Anfang an zu entziehen; von ihrem brüderlichen Leserbriefschreiber im Geiste, der mit seiner Vulgarität schon längst im Abseits steht, ganz zu schweigen. Dabei wäre alles so einfach: «Quoten», welcher Gestalt auch immer, stellen gesellschaftliche und politische Teilhabe bislang unterrepräsentierter Minder- oder auch Mehrheiten her; was sie nicht zuletzt auch mit der eingangs zitierten Logik eint, die ebenso unteilbar ist: An der Logik kann jedermann partizipieren; auch jeder Mann. Deshalb mein Appell: Wenns die Logik schon nicht sein soll, dann doch ganz entspannte Gelassenheit. Denn viel kann uns Männern so oder so nicht passieren – oder wendet die «Quote» gar etwas zum Besseren?

Stefan Becker,
Schimmelgasse 20, Vaduz

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