Leserbrief

Weg der Masse ist Weg der Täuschung

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 12. Oktober 2017

Glaube

Herr Josef Lampert, ein der Offenen Kirche nahestehender Pfarrer im Ruhestand, versuchte, die kürzlich veröffentlichte seriöse 27-seitige Schrift namens «Zurechtweisung [von Papst Franziskus] wegen der Verbreitung von Häresien [Irrlehren]» kleinzureden (siehe sein Leserbrief im «Vaterland» vom 5. Oktober und im «Volksblatt» vom 10. Oktober).
Hierzu bezieht sich Pfarrer Lampert auf die Worte des italienischen Theologen und heutigen Erzbischofs Bruno Forte. Doch wer ist Erzbischof Forte? Aus Fortes Feder stammt der höchst umstrittene Zwischenbericht der Bischofssynode 2014. Es war ebendieser Herr Forte, der vonseiten rechtgläubiger Katholiken zurecht eine der «führenden antikatholischen Stimmen» genannt wurde. (Giuseppe Nardi, www.katholisches.info, 9. Mai 2016)
Als ein Argument führt Herr Lampert unter anderem das folgende an: «Die Kritiker von Papst Franziskus seien in der absoluten Minderheit.» Aber findet sich die Wahrheit automatisch bei der Mehrheit? Nein, in keiner Weise. Mehrheit garantiert nicht Wahrheit – gerade auch in ethisch-moralischen Belangen. Siehe Jesus Christus höchstpersönlich: Er und sein Grüppchen treuer christlicher Anhänger, die man anfangs bekanntlich verleumderisch Sektierer nannte, waren in der krassen Unterzahl. Jesus nannte sich die Wahrheit (Joh. 14,6). Doch die verblendete Masse wollte von der Wahrheit nichts wissen und schrie: «Kreuzige ihn!» (Lk. 23,21) Genauso wie damals, so wird auch heute die wahre Lehre Christi verkannt und bekämpft.
Jesus mahnt uns eindringlich und unmissverständlich, nicht mit dem Strom (der getäuschten Mehrheit!) zu schwimmen: «Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.» (Matth. 7,13–14) Die Masse bzw. die Mehrheit folgt dem Willen der Welt, nicht dem Willen Gottes. Warum? Weil man Opfer einer wertentfremdenden und scheinchristlichen (= antichristlichen) Medienmanipulation geworden ist, gemäss der es keine Sünde mehr gibt. Die wenigsten sind sich dieser dunklen Manipulation bewusst.
Keineswegs möchte ich mich hier zum Richter aufspielen. Doch die 2000-jährige Lehre der Kirche spricht eine klare, unerschütterliche Sprache: Die Tatsache, dass sich Papst Franziskus nachweislich genau sieben Irrlehren (Häresien) zuschulden kommen liess, lässt sich nicht kleinreden. Es ist und bleibt ein epochales Ereignis. Wir leben in den Zeiten aller Zeiten.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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