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Leserbrief

Schizophrenie unserer Politik

Kurt Alois Kind,Essanestrasse 164, Eschen | 5. Oktober 2017

«Gerechtigkeit»

Da setzen sich FL-Bürger dafür ein, dass Spielcasino-Steuereinnahmen (17,1 Prozent) den schweizerischen Gepflogenheiten (40 Prozent) angepasst werden sollen. Kommentar vom Wirtschaftsminister: «Das ist aus grundsätzlichen Überlegungen nicht angebracht.» Nicht der kleinste Kompromiss ...! Hat «Teile und Herrsche» wie im alten Rom Vorrang, Herr Wirtschaftsminister?
Da sind noch 150 Asylsuchende. Jedem von ihnen stehen, wenn er aufgenommen wird, 2950 Franken zu, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden! Ich hatte selber in meinem Haus drei Flüchtlinge. Ich weiss also, wovon ich rede. Meine AHV ist 1920 Franken für mein lebenlanges Einzahlen! Ich habe dieses Missverhältnis gegenüber der Zahlung von 2950 Franken an Flüchtlinge schon mal kritisiert! Ich habe mit dem Regierungschef persönlich telefoniert, dass er wenigstens Personen, die in Liechtenstein gutes Geld verdienen und hier wohnen wollen, eine Wohnbewilligung erteilen soll. Antwort: «Ich kann das nicht machen, nur weil irgendwer mit mir telefoniert! Wir haben ein Auswahlverfahren und da können wir 28 Bewilligungen erteilen.»
Bei 36 000 Einwohnern 28 Personen im Jahr! Ist das nicht ein Hohn? Leute, die jährlich Tausende Franken an Steuern und Wirtschaftskonsum bringen würden, werden ausgeschlossen! Nebenbei stehen noch 800 Wohnungen leer im FL! Herr Wirtschaftsminister: Zählt nur das, was Sie persönlich einnehmen? Die leerstehenden Wohnungen interessieren Sie nicht? Im Gegensatz zu 28 Wohnbewilligungen wird das Mehrfache an Flüchtlingen aufgenommen!? Ist das nicht «verrückt»? Bei 150 Flüchtlingen sind das 442 500 Franken pro Monat und 5 310 000 Franken pro Jahr! Und wie viele Jahre haben wir schon Flüchtlinge? Verstecken Sie sich nicht hinter billigen Ausreden, von wegen Gesetzen! Im Gegenzug zu den Kosten, die die Flüchtlinge bis jetzt verursacht haben, müssen 600 gut verdienende Personen ins FL gelassen werden, um einen Ausgleich für diese enormen Beträge in unsere Steuerkasse zu bekommen!
Ich bin nicht ausländerfeindlich, aber es muss gerecht sein! Zeigen Sie «Rückgrat» für dieses Anliegen des Volkes und ziehen Sie das als «Ausnahmeregelung» durch!
Ist das nicht eine mächtig gewaltige Schizophrenie derjenigen, die dagegen sind, dass man gut verdienende Pendler nicht hereinlassen soll, dafür aber Leute, die dem Staat nur Kosten verursachen, kommen dürfen?!?!
Herr Regierungschef und Herr Wirtschaftsminister: Wir stehen heute an einer Zeitenwende, also «Trennung von Spreu und Weizen»! Öffnen Sie die Augen und schauen Sie global um sich! Die Spreu wird nun weggeklopft! Auf welcher Seite steht Ihr wohl ...?

Kurt Alois Kind,
Essanestrasse 164, Eschen

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