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Leserbrief

Interpellation «Biolandwirtschaft»

Freie Liste | 3. Oktober 2017

November-Landtag

Mit einer Interpellation im November-Landtag beabsichtigt die Freie Liste, eine Standortbestimmung der liechtensteinischen Landwirtschaft zu erstellen. Dabei stehen Fragen nach der Wirtschaftlichkeit von Fördermassnahmen, Einsatz von Pestiziden und Herbiziden sowie dem Status der biologischen Landwirtschaft und deren Vermarktung im Mittelpunkt.
Eine vergleichsweise investitionsintensive biologische Landwirtschaft wendet sich von konventionellen Anbaumethoden ab und erlebt in den letzten Jahren einen regen Aufschwung. Regional erzeugte, biologische Lebensmittel erfreuen sich grosser Beliebtheit. Gleichzeitig hängt der Erfolg der arbeitsintensiven Höfe stark vom persönlichen Engagement der Betreiber/-innen ab. Staatliche Förderungen halten sich in einem engen Rahmen. Diese wurden meist mit Blick auf den konventionellen Anbau eingerichtet und vernachlässigen schonende Anbaumethoden.
Die Interpellation soll den Wissensstand um die Landwirtschaft durchgängig verbessern und so eine Grundlage für gezieltes und zukunftsorientiertes Fördern bilden. Neue Erkenntnisse, Analysen und Forschungsergebnisse sollen in konkrete Finanzierungen und Massnahmen einfliessen und diese kanalisieren. Es gilt, sinnvolle Projekte zu unterstützen und die Landwirtschaft in ihrem Auftrag für die liechtensteinische Gesellschaft zu stärken.
Hintergrund: Seit 2004 folgt Liechtenstein einem landwirtschaftlichen Leitbild, in welchem die Eckpunkte für eine zukunftsgerichtete Landwirtschaft dargelegt sind. Im Jahr 2008 verabschiedete der Landtag das derzeit geltende Landwirtschaftsgesetz, welches auf den Grundsätzen des genannten Leitbildes basiert. Am 9. Juni 2016 wurde der Agrarpolitische Bericht (Nr. 51/2016) im Landtag diskutiert und zur Kenntnis genommen. Nachhaltiges Bewirtschaften, Erhalten der Biodiversität und Wahren des Tierwohls zählen zu den elementaren Bestandteilen der liechtensteinischen Landwirtschaft. Für diese Leistungen am Gemeinwohl erhalten Landwirte vielschichtige Förderungen vom Staat. Sie wirken sich unmittelbar aus auf Anzahl, Struktur und Produktionsweise der Landwirtschaftsbetriebe in Liechtenstein.

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