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Leserbrief

Bus-Nutzer sollten für das Ein- und Aussteigen Hauptstrasse nicht queren müssen

Hans Frommelt,Gapont, Triesen | 3. Oktober 2017

Unfallverhütung

Im «Vaterland» vom letzten Freitag steht auf der Titelseite: Logikfehler des Amts für Bau und Infrastruktur wird korrigiert! Eine Strasseninsel wird versetzt.
Die falsche Platzierung der Verkehrsinsel im Zusammenhang mit dem Fussgängerstreifen war eine gemeine Falle für Fussgänger, vom Kindergartenschüler bis zum Rentner.
Eine noch gravierendere Falle gibt es beim Abzweig Säga zwischen Triesen und Balzers zur Wohnsiedlung Wilder Bongert. Dort wurde kürzlich ebenso eine Verkehrsinsel mitten in der Strasse mit einem Fussgängerstreifen platziert. Ein Fussgängerstreifen an einer 80-km/h-Strasse, wo mehrheitlich noch schneller gefahren wird, entspricht nicht den Vorstellungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU.
Wir gleiten nun langsam in die Zeit, wo es länger dunkel als hell ist. Eine zusätzliche Fussgängerbeleuchtung beim Fussgängerstreifen, eine tagtägliche Forderungen der BFU, gibt es nicht.
Für die Postautohaltestelle wurde eine Bus-Haltestellenbucht in die Kanalböschung mit Beton und Armierungseisen, für sicherlich mindestens 1 Million Franken, gebaut.
Zwischenzeitlich wurde die Fahrgeschwindigkeit auf 60 km/h reduziert. Es halten sich nur wenige Autofahrer daran, ausser der Radarkasten steht am Strassenrand.
Man mutet den Nutzern der öffentlichen Verkehrsmittel, vom Schüler bis zum Rentner zu, am Morgen und Abend bei Dunkelheit diese «Rennstrecke» zu queren, um den Bus zu nutzen.
Das Verkehrsaufkommen, besonders am Morgen und Abend, ist beträchtlich. Es ist kein Vergnügen, auf der Insel zu warten, wenn hinten und vorne die Autos und Lkws vorbeidonnern. Für den Bus-Chauffeur ist es nicht angenehm, die Kinder am Abend, bei regnerischem Wetter, aussteigen zu lassen. Die Kinder müssen anschliessend zwingend die viel befahrene Strasse queren.
Mit ein wenig Logik, wie vom «Vaterland» angedeutet, hätten die Bus-Nutzer problemlos von einer solchen gefahrvollen Strassenquerung entlastet werden können.
Man lässt den Bus, der von Triesen Richtung Balzers fährt, bei der Einfahrt Säga, anstelle der Fussgänger, die Strasse queren und die Bus-Passagiere könnten bergseitig der Hauptstrasse in den Bus einsteigen bzw. aus dem Bus aussteigen. Sie müssten diese Strasse nie mehr queren, um das öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Platz ist genügend vorhanden, um die bestehende, bergseitige Bushaltestelle etwas zu verbreitern. Das Grundstück gehört der öffentlichen Hand. Ein Einbiegen in die Sägastrasse zum Bus-Halt und anschliessendes Einfädeln in die Stras­senspur nach Balzers würden den Verkehrsfluss kaum behindern.
Die Vision, dass Bus-Nutzer für das Ein- und Aussteigen die Hauptstras-se nicht queren müssen, sollte an oberster Stelle stehen. So war es jedenfalls früher, als beispielsweise bei der Lochgasse in Vaduz, bei der Specki in Schaan, auch bei der Tennishalle in Triesen Unterführungen realisiert wurden.


Hans Frommelt,
Gapont, Triesen

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