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Leserbrief

Hängebrücke und die Aussagen des Landesrichtplanes

Mario F. Broggi,St. Mamertenweg 35, Triesen | 21. September 2017

Man mag die Interessen des Menschen mit geplantem Jubiläumsweg und der damit verbundenen Hängebrücke oder diejenige der Tier- und Pflanzenwelt vor Ort unterschiedlich beurteilen und kommt dann zu verschiedenen Schlüssen. Die Vorsteher als Proponenten der Hängebrücke haben sich dafür entschlossen, dass in der gegebenen Schlucht kein Konflikt der Interessen vorliege. Hierfür sei ihnen die Einsichtnahme in den Landesrichtplan 2011 der Regierung empfohlen (www.llv.li/Inhalt/113213.html).
«Der Landesrichtplan ist das zentrale behördenverbindliche Planungsinstrument, das alle bedeutenden raumwirksamen Tätigkeiten aufzeigt und untereinander koordiniert.» Es bezeichnet sich als ein konzeptionelles Instrument, das neue Lösungsansätze aufzeigt. Im fraglichen Gebiet ist nördlich der Schlucht ein «Kernlebensraum Fauna/Flora» ausgewiesen und damit ein Vorrang der Tier- und Pflanzenwelt gekennzeichnet. Dieser Raum ist in Verbindung zum regionalen Wildtierkorridor in Richtung Schweiz zu sehen. Die Vorsteher meinen, wenn man 100 Meter über dem Terrain im Brückenbereich vorbeigehe, so sei der Konflikt aufgelöst. Wie kommt man aber zur Hängebrücke: Man muss den ausgeschiedenen Kern-Lebensraum vorerst durchqueren. Es ist anzunehmen, dass die Vorsteher diese Vorrang-Aussagen des Landesrichtplanes nicht kannten, sonst hätten sie zumindest den Konflikt gesehen. Das ist peinlich.

Mario F. Broggi,
St. Mamertenweg 35, Triesen

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