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Leserbrief

Ehemaliger Gasthof Kreuz

Martina Sochin-D’Elia,Quellenstrasse 19, Eschen | 19. September 2017

Ortsbildschutz

In diesen Tagen wird beim Kreuz-Areal in Eschen das alte Stallgebäude abgerissen. Der ehemalige Gasthof Kreuz steht zumindest für den Moment noch und die Gemeinde wartet ab, ob die Planungsgemeinschaft Annagh Est./Schafhauser Architekten AG bis Ende Dezember ein realisierungsfähiges Konzept inklusive zuverlässigem Investor vorlegen kann.
Es benötigt nicht viel Vorstellungskraft, um zu sehen, dass der ehemalige Gasthof Kreuz durch den Abriss des Stallgebäudes noch mehr an Kontur und Wirkung für den Dorfplatz gewinnt. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit mehrfach damit argumentiert, dass das Kreuz denkmaltechnisch gesehen nicht schützenswert ist. Über die Frage des Denkmalschutzes mag man sich streiten, unabhängig davon existiert jedoch sehr wohl der öffentliche Auftrag an die Gemeindeverantwortlichen, wenigstens den Ortsbildschutz ernst zu nehmen.
Werte Verantwortliche der Gemeinde Eschen, es ist noch nicht zu spät, um die verbliebenen Reste des Ortsbildes im Zentrum der Gemeinde zu erhalten. Oder um es in den Worten des Vorstehers in der aktuellen Ausgabe der Informationsbroschüre «360°» zu sagen: «Zukunft braucht Herkunft» und die Gemeinde Eschen eine «liebevoll gepflegte Kultur». Es grenzt an Sarkasmus, wenn in derselben Informationsbroschüre nur wenige Zeilen vorher über die weitere Planung betreffend das Kreuz-Areal informiert wird. Liebe Verantwortliche der Gemeinde Eschen, reden Sie nicht nur von der «liebevoll gepflegten Kultur», handeln Sie auch danach.

Martina Sochin-D’Elia,
Quellenstrasse 19, Eschen

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