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Leserbrief

Bitte helfen Sie mit, ...

Helga Netzer,Feldkircherstrasse 52, Schaan | 14. September 2017

Spendenaufruf

... dass aus den Britischen Jungfern Inseln (BVI) nicht die «Vergessenen Inseln» werden!
Am vergangenen Mittwoch wurden die BVI vom heftigsten bisher bekannten Hurrikan, «Irma», heimgesucht. Der Hurrikan der Kategorie 5 hinterliess mit einer Windstärke von bis zu gemessenen 300 km/h eine vollkommen zerstörte Insel-Gruppe.
Wie Augenzeugen berichten, sieht es aus wie im Krieg, überall liegen Bäume, Masten, Hausdächer, zerbrochene Türen und Fenster, Autos. Die unheimliche Kraft des Hurrikans hob grosse, schwere Boote und Yachten aus dem Wasser und liess sie an Land zerschellen. Sogar sogenannte sichere Unterkünfte verloren ihre Dächer und die Menschen waren dem Sturm und dem peitschenden Regen während Stunden schutzlos ausgesetzt. Die erhaltenen Bilder und Videos sprechen ihre eigene Sprache.
Das Schlimmste ist, dass das Elek­trizitätswerk komplett zerstört ist, ebenso sind die meisten Telefonmasten umgeknickt. Die Menschen haben daher weder Strom noch Telefon. Nur an einzelnen Orten kann ein Signal empfangen und eine Verbindung via Internet und Facebook zu bestimmten Zeiten hergestellt werden.
In den Medien wurden die BVI zwar beiläufig erwähnt, mehr Aufmerksamkeit in der internationalen Presse erhalten die zu Holland und Frankreich gehörenden Inseln St. Martin und St. Barth, Kuba und vor allem Florida, die von demselben Hurrikan heimgesucht wurden. Allerdings hatte er sich beim Eintreffen in Florida bereits auf eine Kategorie 2 abgeschwächt.
Obwohl England inzwischen ein Kriegsschiff nach BVI entsandt hat und erste Hilfslieferungen angelaufen sind, ist die Situation für die Menschen dort einfach katastrophal. Es fehlt am Allernotwendigsten. Wer es sich leisten kann, verlässt die Insel. Wie immer trifft es die Ärmsten der Armen am härtesten. Ich höre von Müttern, die mit ihren kleinen Kindern weinend durch die Strassen laufen und verzweifelt eine Unterkunft für die Nacht suchen.
Ich lebe seit 2000 auf der Insel, habe dort auch während einigen Jahren für eine liechtensteinische Firma gearbeitet. Nur durch Zufall musste ich letzte Woche meinen bereits geplanten Flug verschieben. Die Insel und ihre Bewohner liegen mir sehr am Herzen, weshalb ich nun von hier aus so gut wie möglich und hoffentlich mit Ihrer Unterstützung helfen möchte. Ich bitte Sie daher sehr und von ganzem Herzen, diese Hilfsaktion ebenfalls zu unterstützen und damit zu ermöglichen, durch Kontakte direkt vor Ort die erhaltenen Mittel einzusetzen und zu helfen, wo die Not am grössten ist. Das erhaltene Geld werden wir zu 100 Prozent weiterleiten, ohne irgendwelche Spesen oder sonstige Kosten. Für alle eingehenden Spenden auf das Konto bei der VP Bank IBAN LI94 0880 5503 6389 7000 9 lautend auf Helga Netzer, Referenz: BVI Relief, danke ich Ihnen schon jetzt ganz herzlich!
Eine Möglichkeit zur direkten Hilfe ist auch durch eine Spende in den von Richard Branson aufgesetzten Hilfsfonds möglich. Richard Branson (Chef der Virgin Gruppe) lebt ebenfalls zeitweise auf den BVI und bürgt ebenfalls dafür, dass alle eingehenden Mittel zu 100 Prozent eingesetzt werden.
Blog Richard Branson: «Much of the buildings and vegetation on Necker (Branson’s Island) has been destroyed or badly damaged. But British Virgin Islands Hurricane Irma Story is not about Necker – it is about the tens of thousands of people who have lost their homes and their livelihoods. @virginunite is coordinating aid to local BVI families & communities affected – please donate to help: http://www.virgin.com/unite/bvi-community-support-appeal
Thank you all ever so much!

Helga Netzer,
Feldkircherstrasse 52, Schaan

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