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Leserbrief

Wir kommen alle in den Himmel – weil wir so brav sind ?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 11. September 2017

Zu Mariä Geburt

Und da ist er wieder, dieser dem Wahnsinn nahe Irrsinn. Es gibt in diesem, von Gott mit Geld reich gesegneten Lande leider nur wenige, welchen unsere christliche Tradition, unsere Werte, unser Glaube, unser Christentum ein hohes Gut sind, das es zu verteidigen, zu ehren und auch zu leben gilt. Dabei muss man sich nicht einmal in Symbolhaftigkeiten verstricken, dass der liebe Gott für uns am Kreuze gestorben ist und Mutter Maria ihr Kind unbefleckt, also auch ohne Mann auf die Welt brachte. Nein, es genügt, aus diesem christlichen Glauben den unschätzbaren Wert, welchen die zehn Gebote uns bieten, zu achten und danach zu leben. Kein Kastendenken wie bei den Hindus, keine buddhistische Flucht aus der Wirklichkeit, keine islamische Verdammung Andersgläubiger, kein: «Wir sind das von Gott auserwählte Volk». Nein; zehn Gebote für ein liebendes Miteinander, für Vater und Mutter, für deinen Nächsten, für deines Nächsten Hab und Gut, für das Leben und nicht für Tod. Dass man Menschen, welche sich für diese Werte einsetzen, für die Familie aus Mann und Frau, für Vater und Mutter als das Wertvollste für unsere Gesellschaft die Stimme verweigert, ist eigentlich nur mit dem ersten der sieben letzten Worte des Jesus am Kreuze zu erklären: «Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.» Und wahrscheinlich werden sie es auch niemals wissen, denn in unserer «Geiz ist geil»-und-Giergesellschaft ist viel Platz für wertvolle Porsches, doch keiner für Werte.
Das Fest Maria Geburt hat seine Bedeutung, wie schon sein Name besagt, im Gedenken an die Geburt Marias, der Mutter von Jesus Christus. Es wird jedes Jahr am 8. September gefeiert, genau neun Monate nach dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria am 8. Dezember.
Es ist ja löblich, dass die Zeitungen sich bemüssigen, uns vor jedem Feiertag aufzuklären, was denn nun gefeiert wird und warum wir dafür auch noch Lohn bekommen, ohne beten zu müssen. Das ist gut und es stinkt nicht, auch wenn die meisten am nächsten 8. September wieder neu aufgeklärt werden müssen. Was aber mächtig stinkt, ist diese Doppelmoral. Auf der einen Seite vernichtet man einem religiösen Mann die Stimme und auf der anderen Seite schwelgt man im schönen Schein des moralisch einwandfreien, wertvollen Christenmenschen. Darum mein lieber und gnädiger Herr im Himmel, verzeih ihnen, denn du weisst schon: «Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.»

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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