Leserbrief

Dialog oder Monolog?

Manfred Büchel,Gastelun 4, Eschen | 14. Mai 2016

Klimawandel

Am letzten Dienstag wurde eine Veranstaltung «Der Klimawandel – Fakten und Verantwortung» der Life-Klimastiftung durchgeführt. Diese Veranstaltung war recht gut besucht, trotzdem konnte man dort jedoch nur zwei Vertreter des Liechtensteinischen Landtags und keinen einzigen Vertreter der gesamten Regierung ausfindig machen. Dabei geht es doch um die Ratifizierung der Unterzeichnung des Weltklimaabkommens im Hohen Landtag. Die Antwort auf diese brillierende Abwesenheit seitens der Regierung konnte man folgenden Tages der Presse entnehmen. Also eine Veranstaltung vor der Veranstaltung! Zitat aus dem «Liechtensteiner Vaterland»: «Im Rahmen seines Besuchs nahm Klimaexperte Thomas Stocker auch an einer Gesprächsrunde mit Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer und Vertretern der Wirtschaft zum Thema Klimawandel und Klimavertrag: Auswirkungen für Liechtenstein teil. Zu Beginn der Veranstaltung gab Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer einen kurzen Überblick über das Pariser Übereinkommen. Im Anschluss präsentierte Thomas Stocker den Vertretern aus Politik, Industrie, Gewerbe, Finanzplatz und Behörden den aktuellen Stand der Wissenschaft in Bezug auf den Klimawandel.»
Somit stellt sich die Frage, ob diese Gesprächsrunde bewusst so gewählt wurde, um sich eventuelle Skeptiker vom Leibe zu halten? Diese Frage scheint durchaus berechtigt, zumal anscheinend in der Zusammenfassung für politische Verantwortungsträger unterschiedliche oder ins Gegenteil verdrehte Auszüge zu entnehmen sind als im über 1000-seitigen Original des Weltklimarats. Zudem wäre noch in Erfahrung zu bringen, ob der seit über einem Monat im Internet kursierende Bericht stimmt, dass die US-Justizministerin Loretta Lynch beim Senat nachfragen liess, inwieweit es möglich sei, Personen, die den menschengemachten Klimawandel infrage stellen, strafrechtlich zu verfolgen. Sie wäre mit ihrer Idee sogar beim FBI vorstellig geworden und habe nachgefragt, ob sie von dort eventuell Unterstützung erhalten könnte. Dieser Bericht wurde von den US-Behörden bis heute weder bestätigt noch dementiert. Zu hinterfragen wäre dann noch der Bericht auf der Homepage von SRF: «Die Mobiliar-Versicherung sponsert an der Universität Bern eine Professur für Klimafolgen-Forschung. Der bisher unveröffentlichte Vertrag zwischen Mobiliar und Universität Bern zeigt nun: Die Mobiliar kann stark mitbestimmen, was geforscht wird.» Willkür? Die Bewertung dieser Fragen sei der geneigten Leserschaft überlassen.

Manfred Büchel,
Gastelun 4, Eschen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter