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Leserbrief

«Keine Fachleute, die verlässlich Auskunft geben können»

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 12. Mai 2016

Zur LiPo

In den Landeszeitungen war zu lesen, dass die LiPo unzufrieden ist, weil das neue KVG ihre Position extrem schwächt. Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Ist es nicht eher so, dass genau deshalb, weil es ein neues KVG gibt, Patienten mehr Fragen hätten?
Ja, aber in der Vollmacht der LiPo (muss zuerst unterzeichnet werden, bevor die LiPo tätig wird) steht im letzten Absatz: «Ich nehme zur Kenntnis, dass es sich bei der Liecht. Patientenorganisation weder um Ärzte noch um Rechtsanwälte handelt, die mir gegenüber fachspezifische Auskünfte erteilen können und dass ich gegenüber der Liecht. Patientenorganisation wegen allenfalls unrichtiger medizinischer u. rechtlicher Auskünfte keine Ansprüche geltend machen kann.»
Ich bin kein Jurist, aber ich verstehe diesen Satz so: Die LiPo verfügt nicht über Fachleute, die mir verlässlich Auskunft geben können – weder in medizinischer, noch in juristischer Hinsicht ... und falls ich eine falsche Auskunft erhalte, kann ich die LiPo nicht einmal zur Rechenschaft ziehen. Welchen Grund sollte ich nun haben, die LiPo zu kontaktieren? Ich kann mein Anliegen gleich an das Gesundheitsamt richten.
Ausserdem: Für Patienten, die in der Schweiz behandelt werden, ist die LiPo rechtlich nicht mehr zuständig. Diese Patienten müssen ihre Beschwerden an die SPO (Schweizerische Patientenorganisation) oder einen Schweizer Anwalt richten. Ist eine Kostenfrage. Dass die SPO nur ausgebildete Fachpersonen beschäftigt, ist selbstverständlich – siehe www.spo.ch.
Jetzt frage ich mich, ob wir eine solche Patientenvertretung brauchen?!

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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