Leserbrief

«Lösung mit Langzeitcharakter erwünscht»

Stefan Beck, Ehrenpräsidentdes Liechtensteiner Vereins in Zürich | 11. Mai 2016

Zum Thema «Wählende Auslandsliechtensteiner/-innen»: Hier geht es ja nicht nur darum, den im Ausland wohnenden Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern das Stimmrecht anzuvertrauen, sondern die Verfassung und das Volksrechtsgesetz zu ändern und die würde ich den Stimmberechtigten überlassen.

In unserem Liechtensteiner Verein in Zürich, mit ca. 70 Mitgliedern, wird als Vereinszweck im Statut festgehalten: Liechtensteinische und allgemein interessierende Fragen zu besprechen. An diesen Treffen wird immer wieder die Frage laut, das Stimmrecht in Liechtenstein ausüben zu können – und zwar ohne Voraussetzungen und Bedingungen, das wäre jetzt wirklich an der Zeit.
Nach dem vorliegenden Gesetzestext wäre von unseren Mitgliedern nur eine kleine Anzahl stimmberechtigt und der Rest müsste bei Abstimmungen durch die «Röhre gucken».
Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht nur die in der Schweiz lebenden Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen die Volksrechte ausüben wollen, sondern auch Personen in anderen Staaten.
Liechtenstein sollte keinen «halbpatzigen» Kompromiss eingehen, sondern eine Lösung aufs Tapet bringen, die Langzeitcharakter hat, alles andere ist eine Verletzung der Menschenrechte und diese Frage könnte nötigenfalls Strassburg beantworten.
Ich wünsche dem Landtag eine fundiertere Weichenstellung bei der Behandlung dieses wichtigen Volksrechtsgesetzes.

Stefan Beck, Ehrenpräsident
des Liechtensteiner Vereins in Zürich

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