Leserbrief

Eschen: Fehlendes Verständnis für die eigene Geschichte

Martina Sochin D’Elia,Quellenstrasse 19, Eschen | 4. Mai 2016

Zentrumsgestaltung

In der aktuellen «Hoi Du»-Ausgabe spricht der Landtagsabgeordnete Erich Hasler die Problematik rund um die Eschner Zentrumsgestaltung an. Vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag, dem ich vollends zustimme.
Die Entscheidung des letzten Gemeinderates, den ehemaligen Gasthof Kreuz abreissen zu lassen und das Grundstück im Baurecht an die ITW Ingenieurunternehmung AG zu verpachten mit der Vorlage, eine «Kreuz»-ähnliche Überbauung zu realisieren, zeugt nicht nur von mangelnder Kreativität im Gemeinderat, sondern auch vom fehlenden Verständnis für die eigene Geschichte. An einer markanten Stelle am Eschner Dorfplatz verschwindet mit dem Kreuz das letzte Zeugnis bürgerlicher Baukultur vor 1900. Das Beispiel des restaurierten «Rössle» zum Kulturhaus in Mauren hätte eigentlich gezeigt, wie es in anderen Gemeinden möglich ist, solche Projekte sinnvoll anzugehen.
Momentan wird der Dorfplatz ganz wesentlich durch den Anatolia-Imbiss belebt. Die Aussagen der Gemeinde, dass es deren Wunsch sei, dass der Kebab-Imbiss im Dorf verbleibe und wieder Einzug in den Neubau erhalte, kann als reines Lippenbekenntnis erachtet werden. Denn die letztendliche Entscheidungsbefugnis, wie genau die Räumlichkeiten ausgestaltet werden und wer oder was in die neue Überbauung einzieht, liegt beim Investor, der ITW AG.

Martina Sochin D’Elia,
Quellenstrasse 19, Eschen

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