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Leserbrief

Von wegen Verursacherprinzip

Hans Frommelt,Gapont, Triesen | 25. April 2016

Regenwassersteuer

Michael Winkler, Chefredaktor der «Liewo» mokiert sich in der aktuellen Ausagbe nicht wenig (zu Recht!) darüber, weil die Triesner Steuererfinder eine Regenwassersteuer eingeführt haben. Ein paar Seiten weiter erklärt Peter Kindle, Leiter Kommunikation, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung der Gemeinde Triesen, die Beweggründe, warum ein paar Jahre nach Gemeinderatsbeschluss nun endlich diese Steuer den Grundstücksbesitzern verrechnet wird. Es geht da um das Verursacherprinzip, meint Kindle.
Nun ist es ja so, dass die Kanalisationsröhren, Abwasserpumpwerke und die Kläranlagen nicht wegen des Regenwassers gebaut wurden, sondern weil ja in jedem Haus, in jeder Wohnung und auch an den Arbeitsplätzen Abwasser und, Entschuldigung für den Ausdruck, auch «Scheisswasser» der Kanalisation übergeben wird. Der Begriff: «Verursachergerecht» strapaziert Kindle da schon sehr stark.
Die Kanalisation mit seinen Komponenten wurde für alle Steuerzahler, selbst Arbeitstätige, welche nicht in Triesen wohnen, gebaut und muss folglich auch von allen Steuerzahlern berappt werden. Für solche Aufgabenerfüllungen einer Gemeinde, welche mengenmässig nicht eindeutig einem einzelnen Verursacher zugeordnet werden können, werden ja allgemeine Steuern eingezogen. Sollte der Drang vorhanden sein, das allgemeine Steuerprinzip so langsam zu eliminieren und eine Verursacherbesteuerung einzuführen, so müsste neben den von Michael Winkler zitierten Leserbriefvorschlägen noch eine «Arbeitsplatzscheisssteuer» für solche eingeführt werden, die nicht in Triesen wohnen, in etwas unhöflichen Worten formuliert. Ich denke, da wurde über den Gedanken des «Verursachersteuerprinzips» nicht wenig hinausgeschossen.


Hans Frommelt,
Gapont, Triesen

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