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Leserbrief

Doppelt Steuern zahlen ist «gerechtfertigt und überfällig»?!

Ursula Havermann,Kreuzstrasse 10, Ruggell | 6. Juli 2017

DBA FL-CH

Zum «Volksblatt»-Artikel «Änderung bei Besteuerung gerechtfertigt und überfällig» vom 4. Juli 2017:
Liechtensteiner Wohnsitzbürger (Spitalangestellte in CH sowie Lehrpersonen BZB) beklagen jetzt, dass sie von zwei Seiten steuerlich rasiert werden sollen: Sie sollen der Schweiz Einkommensteuern zahlen und sie sollen nach wie vor in Liechtenstein ihre Steuererklärung machen und Steuern zahlen. Es ist aber nichts Neues, dass jeder Staat als Fiskus darüber nachdenkt, wie er irgendwie greifbaren Bürgern zusätzlich in die Tasche greifen kann. Das Staatspersonal ist sich offenbar nationalübergreifend einig, die DBA nachhaltig zur doppelten Besteuerung zu nutzen und Steuern abzugreifen, wo es nur geht. So hat das hochgelobte Tschütscher’sche DBA zwischen Deutschland und Liechtenstein diejenigen liechtensteinischen Wohnsitz-Rentner an Deutschland ausgeliefert, die eine Rente aus Deutschland beziehen, weil sie früher nichtsahnend ihren Job in Deutschland hatten. Jetzt greift auch der deutsche Fiskus von einer Rente unter 1000 Euro noch rund 20 Prozent Einkommensteuern ab, obwohl eine solche Rente sogar unter dem Existenzminimum liegt. Wahrscheinlich verstehen die Staaten das als steuergerecht und fair. Und die Abgeordneten als Gesetzgeber billigen solche Räuberei im Interesse der Bürger?! Die jeweilige Besteuerung qua und am Wohnsitz reicht dem Staatspersonal nicht?

Ursula Havermann,
Kreuzstrasse 10, Ruggell

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