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Leserbrief

Zitat: «Kirchenspaltung jetzt möglich»

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 14. April 2016

Glaube

Am 8. April 2016 veröffentlichte Papst Franziskus das mit Spannung erwartete, knapp 200 Seiten umfassende nachsynodale Schreiben namens «Amoris Laetitia» («Freude der Liebe»).
Die «Neue Zürcher Zeitung» titelt diesbezüglich treffend: «Schreiben von Franziskus zu strittigen Ehe-Fragen: Der Papst bleibt schwammig». (nzz.ch, Andrea Spalinger, 8. April 2016) Und Giuseppe Nardi vom seriösen «Magazin für Kirche und Kultur» stellt fest: «Das [Papst-]Dokument erlaubt eine Vielzahl von Lesarten.» (www.katholisches.info, 8. April) Gerade auch aufgrund dieser Unklarheit nennt es der katholische Historiker Prof. Roberto de Mattei (Uni Rom) zu Recht ein «katastrophales Dokument» (katholisches.info, 11. April). Und Bischof Bernard Fellay klagt, es sei «zum Weinen». (gloria.tv, 12. April) Wie wahr.
Denn: Wohin werden päpstliche Richtlinien führen, die keine eindeutigen Richtlinien mehr sind? Ins Chaos. Schritt für Schritt. Doch die Welt und die modernistische Geistlichkeit werden (leider) jeden Schritt in diese religiöse Regellosigkeit als Freiheit bzw. als Fortschritt feiern.
Die dem Zeitgeist («Trend») folgende Masse applaudiert dem päpstlichen Schreiben – leider. Christian Weisner, Sprecher der Kirchennörgler-Organisation «Wir sind Kirche», schwärmt: «Das ist wirklich ein Epochenwandel». (welt.de, 8. April) Gleichentags heisst es: «Papst-Schreiben öffnet Türen» (luzernerzeitung.ch). Und: «Die neue Freiheit der Kirche». (zeit.de, Julius Müller-Meiningen) Freiheit?! Nein, Schein-Freiheit. Denn mithilfe dieses gefährlich unklaren, in verschiedene Richtungen dehnbaren Papstschreibens blasen jetzt die Leitmedien zum modernistisch-gleichgeschalteten Marsch. Und das heisst letztlich, Marsch über die Klippe – also Reise nach unten. Falls man der Masse folgt. Denn die modernistisch-manipulative Schein-Freiheit wird letztlich in die gefährliche weltkommunistische Eine-Welt-Religion führen. Also in die alles-gutheissende Eine-Welt-Religion, welche schrittweise (!) die Existenz der Sünden leugnen wird.
Der bekannte Vatikan-Korrespondent Andreas Englisch hat mittlerweile über zehn Bücher geschrieben. Interessant diesbezüglich das folgende Zeitungszitat: «Interview mit Papst-Biograf Andreas Englisch zum [Papst-]Schreiben Amoris Laetitia. Er meint: Jetzt ist eine Kirchenspaltung mit Benedikt XVI. als Gegenpapst möglich.» (osthessen-news.de, Interview geführt von Wolfgang DePonte, 8. April) Mit der Veröffentlichung von Papst Franziskus’ aktuellem Schreiben rückt die (offizielle) Kirchenspaltung näher denn je.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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