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Leserbrief

Ein Schelm, wer Böses denkt…

Ruth Schöb Auring 57, Vaduz | 4. April 2016

Initiative der Freien Liste

«Die Einführung von erwerbsabhängigen Krankenkassenprämien ist ein langjähriges Anliegen der Freien Liste. Vorstösse im Landtag hatten jedoch nie Anklang gefunden. Jetzt soll das Volk entscheiden. So ist am 30. März 2016 im Vaterland zu lesen.»
Pepo Frick betont, «mit unserem Vorhaben würden der Mittelstand und insbesondere Familien entlastet». Weshalb er in der Vergangenheit mit diesem Anliegen immer wieder auf taube Ohren gestossen ist, kann er sich nicht erklären. Mitinitiant Thomas Lageder verkündete den weiteren Fahrplan: Zuerst wird die Initiative auf die Verfassungskonformität geprüft. Dann kann das Komitee mit der Unterschriftensammlung beginnen. Voraussichtlich wird der Landtag sich im September inhaltlich mit der Initiative befassen. Ob es dann zu einer Volksabstimmung kommt, ist jedoch offen. Für mich kommt diese Initiative definitiv im falschen Moment. Es stellen sich folgende Fragen: Warum kommt diese Initiative so klammheimlich durch die Hintertür zum genau jetzigen Zeitpunkt. Monate vor den Wahlen? Warum konnte sich die Freie Liste nicht bequemen, mit fl21 vor der Volksabstimmung im letzten Herbst zusammenzuarbeiten, da ja gemäss Pepo Frick es ein langjähriges Anliegen war? Da bemühten sich die Ärztekammerpräsidentin Frau Dr. Ruth Kranz mit grossem Engagement und tief greifenden eigenen Nachteilen und fl21 monatelang um eine gerechte Gesundheitsreform, froh um jede Unterstützung, die ausblieb, im Gegenteil, es artete in vulgärste mediale Schlammschlachten und Ärzteverunglimpfungen aus. Es drängen sich verschiedene Antworten auf. Es kann sein, dass bei der Initiative im jetzigen Augenblick wieder einmal nicht die Sache im Mittelpunkt steht, sondern jeder sein eigenes Süppchen kochen muss, nur nicht kooperieren, ganz Liechtenstein-Manier.
Zudem stehen die Wahlen 2017 vor der Tür! Da ist jedes Mittel recht, um gewählt oder wiedergewählt zu werden, Hauptsache, dem Personenkult wird gehuldigt, ob der Zeitpunkt dem Inhalt dient oder nicht, ist zweitrangig? Sind reine Spekulationen, die mir durch den Kopf gehen. Vielleicht ergeht es dem einen oder anderen Leser ähnlich? Aber eines ist in der heutigen Zeit sicher, die Zeit der Alleingänge war gestern, vielleicht kommt dies auch irgendwann in Liechtenstein an? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, leider alles andere oft vorher …


Ruth Schöb
Auring 57, Vaduz

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