Leserbrief

Projekt «Jubiläumsbrücke»: Letzte Chance!

Günther Wohlwend, SchaanWalter-Bruno Wohlwend, Schaan | 4. Juli 2017

In absehbarer Zeit wird der Landtag über einen Millionenkredit für die Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten aus Anlass des dreihundertjährigen Bestehens unseres Landes abzustimmen haben. Dabei geht es u. a. auch um die Endfinanzierung des Projektes einer Fussgänger-Hängebrücke über ein Rüfe-Tobel unterhalb von Planken. Das geplante «Jubiläumsbauwerk», von dem niemand genau sagen will, woher die abstruse Idee überhaupt kommt, hat die Meinungen im Volk gespalten.
Unsere Gemeinden haben ihrem Anteil am Millionenprojekt – teils widerwillig – zugestimmt. Am Geld kann es also nicht liegen. Wo und wie ist die Symbolkraft dieses Projektes für das Jubiläum aus dem Jahre 1719 (!) erkennbar? Wer trägt die Folgekosten dieses seltsamen «Jubiläumsgeschenkes»? Wer überwacht allfällige Sicherheitsvorkehrungen, wenn die Brücke in den Wintermonaten häufig nicht begehbar sein würde?
Hätte man in allen elf Gemeinden Unterschriften sammeln und elf Gemeindeabstimmungen über das Projekt abhalten sollen? Die notwendige Beschlussfassung des Landtages über die Jubiläumsfeierlichkeiten ist wahrscheinlich die letzte Möglichkeit und Chance, um diesen Schildbürger-Streich zu verhindern. Auf alle Fälle eröffnet uns die Volksvertretung die Möglichkeit, im Zweifelsfalle eine Volksabstimmung über dieses zweifelhafte «Geschenk» herbeizuführen.

Günther Wohlwend, Schaan
Walter-Bruno Wohlwend, Schaan

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