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Leserbrief

Kultur?

Amos Kaufmann, Egerta 17, Balzers; Andrea Kaiser-Kreuzer, Tannwald 19, Schellenberg; Anja... | 19. August 2017

Wenn einer beinahe täglich Leserbriefe schreibt, die mehr oder weniger hetzerisch, diskriminierend und grossteils wirr sind, ist das eine Sache. Wenn aber eine Zeitung alles druckt, was dieser Leserbriefschreiber von sich gibt und die Verantwortlichen möglicherweise glauben, dass dies der «Meinungsvielfalt» oder «Meinungsfreiheit» diene, dann irren sie sich. Es gibt ethische Grundsätze, die für eine Redaktion bindend sind:
In der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» des Schweizer Presserats heisst es unter Punkt 8: «Sie respektieren die Menschenwürde und verzichten in ihrer Berichterstattung in Text, Bild und Ton auf diskriminierende Anspielungen, welche die ethnische oder nationale Zugehörigkeit, die Religion, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, Krankheiten sowie körperliche oder geistige Behinderung zum Gegenstand haben. Die Grenzen der Berichterstattung in Text, Bild und Ton über Kriege, terroristische Akte, Unglücksfälle und Katastrophen liegen dort, wo das Leid der Betroffenen und die Gefühle ihrer Angehörigen nicht respektiert werden.» Die Richtlinien zur Erklärung ergänzen dies unter 5.2 – Leserbriefe und Online-Kommentare: «Die berufsethischen Normen gelten auch für die Veröffentlichung von Leserbriefen und Online-Kommentaren. Der Meinungsfreiheit ist aber gerade auf der Leserbriefseite ein grösstmöglicher Freiraum zuzugestehen, weshalb die Redaktion nur bei offensichtlichen Verletzungen der Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalistinnen einzugreifen hat.»
Wir werden nicht weiter akzeptieren, dass die ewig selben Leserbriefschreiber Stimmung gegen Homosexuelle machen. Homosexuelle werden noch immer diskriminiert, und solche Leserbriefe wirken wie ein Katalysator und geben allen Homophoben das vermeintliche Recht zu lästern, zu hetzen und zu diskriminieren. Medien, die solches publizieren, tolerieren dies.

Amos Kaufmann, Egerta 17, Balzers; Andrea Kaiser-Kreuzer, Tannwald 19, Schellenberg; Anja Hasler, Herbartstrasse 7, Zürich; Anouk Joliat, Dorfstrasse 70, Triesen; Beatrice Brunhart-Risch, Fürst-Johannes-Strasse 46, Schaan; Bettina Eberle-Frommelt, Gamslafina 9, Balzers; Christina Zimmer, Fürst-Franz-Josef-Stras-se 46, Mauren; Claudia Heeb-Fleck, Im Wingert 16, Schaan; Claudia Lins, Spaniagasse 7, Vaduz; Conny Büchel-Brühwiler, Untere Pradafant 19, Vaduz; Corina Vogt-Beck, Lavadinastrasse 21, Triesenberg; Edith Willburger, Britschenstrasse 5, Mauren Eva Frommelt-Mengou Tata, Im Bartledura 2, Schaan; Eva-Maria Schädler, Rheinstrasse 56, Balzers; Flurina Seger, Meierhofstrasse 4, Vaduz; Fredy Litscher; Gerda Bicker-Brunhart, Egerta 36, Balzers; Hansjörg Quaderer, Reberastrasse 27, Schaan; Harald Kreuzer, Tannwald 19, Schellenberg; Harry Hasler, Heragass 37, Eschen; Helena Becker, Schaanerstrasse 70, Vaduz; Helen Konzett, Grosser Bongert 11B, Triesen; Ingeborg Frick, Tröxlegass 21, Schaan; Julia Frick, Ramschwagweg 41, Balzers; Katja Langenbahn; Sigi Langenbahn, Karin Jenny, Untere Ruettigasse 5, Vaduz; Katrin Hasler, Hohlstrasse 508, Zürich; Lilian Hasler, Hainweg 20, Eschen; Marco Libener, Buchs; Marlene Baumgartner Kranz, St. Luzistrasse 12, Vaduz; Martina Dünser-Davis, Quaderstrasse 6, Schaan; Mathias Ospelt, Mareestras-se 10, Vaduz; Melanie Vonbun-Frommelt, Reberastrasse 40b, Schaan; Monika Michels, Eschnerstrasse 28, Schaan; Patrik Vogt, Lavadinastrasse 21, Triesenberg; René Hasler, Mitteldorf 29, Vaduz; Roger Szedalik, Fallsbretscha 35c, Gamprin-Bendern; Ruth Allgäuer, Im Rossfeld 40, Schaan; Stefan Becker, Schimmelgasse 20, Vaduz; Stefan Frommelt, Gamslafina 9, Balzers; Wolfgang Wachter, Schaan

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