Leserbrief

Hinterfragen Ausführungsvorschriften laufend und kritisch

Amt für Bau und Infrastruktur | 29. Januar 2016

Bürokratieabbau

Richtigstellung zum Leserbrief «Arbeitsbeschaffung in Landesverwaltung» («Volksblatt» vom 22. Januar 2016): Die Aussagen im Leserbrief von Franz Schädler veranlassen das Amt für Bau und Infrastruktur zu nachstehender Richtigstellung. Im Leserbrief werden überbordende Kontrolltätigkeit und unnötige Bauvorschriften kritisiert. Bei den beschriebenen Beispielen wie fehlende Handläufe, mangelhafte Absturzsicherungen, unzulässige Abstände etc. handelt es sich um sicherheitstechnische Vorkehrungen. Alle an einem Bauwerk Beteiligten – Bauherrschaft, Architekt, Fachplaner, ausführende Unternehmer, aber auch die Baubehörde – müssen sich im Ereignisfall möglichen Haftungsfragen stellen, wenn ein Personenschaden eintritt.
Mängel, die bei der Bauschlussabnahme festgestellt werden, werden protokollarisch festgehalten und die Behebung muss vom Amt überprüft werden.
Mit der zweiten Lesung zur Abänderung des Baugesetzes im kommenden März ist eine Deregulierung der Baukontrollen geplant. Insbesondere jene Bauten, die durch die Eigentümer- oder Bauherrschaft selbst genutzt werden sowie kleine Neu-, An- oder Umbauten unterliegen dann im Regelfall keiner behördlichen Bauschlussabnahme mehr. Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften fällt damit in die Eigenverantwortung der Bauherrschaft und des Architekten. Stichproben sind möglich.
Die Regierung und das Amt für Bau und Infrastruktur hinterfragen Ausführungsvorschriften laufend und kritisch. Im direkten Gespräch mit Architekten und Landtagsabgeordneten bei einem runden Tisch im vergangenen Jahr wurden ihre Verbesserungsvorschläge sowie jene der Liechtensteinischen Architektenvereinigung (LIA) aufgenommen und bei der Anpassung des Baugesetzes berücksichtigt, soweit sie in den Bereich der Landesbaubehörden fallen.

Amt für Bau und Infrastruktur

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